ich bekomme in letzter Zeit Unmengen von Mails, in denen Leute mir sagen, sie könnten sich zwar schon vorstellen, sich vegan zu ernähren, aber sie wüssten nicht, wie oder ob sie es schaffen, auf Eier und Käse, respektive Milchprodukte zu verzichten. Zunächst einmal: Es ist kein Verzicht, es ist ein Prozess der Vermeidung. Im Wort Prozess steckt da Wort „pro“, also „für“ etwas, nicht „contra“, also gegen etwas.
Und dann, ja…es gibt für so gut wie jedes tierische Produkt einen Ersatz oder zumindest ein pflanzliches Äquivalent. Keine Sorge.

Aber zunächst einmal zum Thema „Ich könnte auf dies oder jenes NIE verzichten“. Sorry…das ist leider Schwachsinn. Selbstverständlich kann man das. Jeder kann das. Was würde denn passieren, wenn man Euch aus irgendwelchen Gründen für Monate oder Jahre die Eier oder den Käse verbieten oder wegnehmen (Knast in Japan o.ä.) würde? Nichts. Gar nichts. Und wer wirklich glaubt, er könne nicht auf Fleisch, Wurst, Eier, Milch oder Käse verzichten, dem rate ich dann doch mal eher, bei einer Suchtberatung vorstellig zu werden, denn anders kann ich mir dieses „Ich könnte das nie“ -Gewimmer beim besten Willen nicht erklären.
Ich hatte ja auch schon mal was von meiner Zuckerentwöhnung gepostet, ich beschrieb, dass ich einfach eine Woche lang auf jegliche Süsse verzichtet habe, also auf Zucker, Sirup, Obst…auf alles. Damit habe ich meinen Geschmackssinn und mein kulinarisches Bewusstsein bezüglich Zucker vollkommen „resetted“…und das Ergebnis daraus ist, dass ich heute noch nur noch einen winzigen Bruchteil der Süsse will und benutze, was alles in allem sehr gesund ist und vor allem die Geschmacksnerven dauerhaft in diesem rekalibrierten Zustand belässt.. Die Reaktionen auf den damaligen Post waren klar: „Um Gotteswillen, ich könnte NIEMALS eine ganze Woche auf Süsses verzichten“. EINE WOCHE! Eine lächerliche Woche? Unfassbar. Eine Woche kann man auf so gut wie alles verzichten. Sogar deutlich länger. Und dazu braucht man wahrlich keinen Tschakka-Tschakka-Trainer. Das macht man einfach mal und probiert es aus. JEDER, der diese Erfahrung gemacht hat, berichtet darüber positiv und ist begeistert vom Ergebnis.
Und da kommen wir jetzt in Medias Res: Viele Leute sagen zu veganem „Käse“, er schmecke ihnen nicht, sie könnten keine Soja-Hafer-Dinkel-Reis-Mandel oder Haselnussmilch in ihrem Kaffee ertragen und sowieso würde dies oder jenes ganz und gar widerlich schmecken. Abgesehen davon, dass Geschmack natürlich etwas extrem Relatives und sehr Persönliches ist, gibt es aber so oder so nur die Geschmacksrichtungen süss, salzig, bitter, sauer und umami. Das ist das, was wir schmecken können. Alles was wir essen, setzt sich in unserem Geschmacksempfinden aus diesen 5 Richtungen irgendwie zusammen. Und ja, mir hat meine erste Sojamilch auch nicht besonders gut geschmeckt. Aber erstens habe ich mich daran gewöhnt, weil ich mich daran gewöhnen WOLLTE, und zweitens gibt es nicht nur eine Art von Pflanzenmilch, sondern hunderte. Nach dem Test mit einer einzigen Sorte davon mit dem Thema abzuschliessen, ist ungefähr so, als ob man nach der 2-minütigen Fahrt mit einem Trabant aussteigt und für immer der festen Meinung ist, dass Autofahren doof ist.
Ich kann jedem nur raten, seinen Geschmacksnerven und seiner Nase ein bisschen Zeit und eine echte Chance zu geben….denn die pflanzliche Ernährung ist die beste, die es gibt, für uns alle. In absolut jeglicher Hinsicht. Und das Universum, das aufgeht, wenn das tote Tier und der ganze andere sinnlose, leidverursachende und hochgradig ungesunde Kram aus unserem Leben verschwunden ist, ist um ein Vielfaches grösser als das bisschen Currywurst, Schnitzel und Latte Macchiato jemals sein könnten.

Ich kann inzwischen Kuhmilch oder Schafsmilch und deren Produkte kaum noch riechen, essen würde ich sie ohnehin nicht mehr…ich muss schon vom Geruch würgen. Soviel zum Thema Neukalibrierung des Geschmackssinns.

Und wer jetzt immer noch „Ja, aber ohne Käse….mimimimimimi….“
unterwegs ist (kommt mal klar!), dem sei noch ein Zitat eines schlauen Manns mitgegeben, der das Buch geschrieben hat, das mich zum Veganer gemacht hat (The China Study):

„Kasein, das 87 % des in der Kuhmilch enthaltenen Proteins ausmacht, ist das bedeutendste Karzinogen (Krebsförderer) in unserer Nahrung.“ – Professor Dr. T. Colin Campbell

PS: Und bitte, verschont mich mit diesen „Studien“, die von der Fleisch- und Milchindustrie initiiert und bezahlt wurden, um die China Study in Verruf zu bringen. Ich kenne diesen Unfug, und ich kenne auch die geistige Gülle von Herrn Pollmer.
Danke im Voraus.

Ein kämpferisches Buch gegen Fleisch

Andreas Läsker, genannt „Bär“, hat sein erstes Buch geschrieben, in dem er für den veganen Lebensstil wirbt. Titel „No need for meat“.
No Need for Meat: der Musikmanager Andreas „Bär“ Läsker, den man den Fünften der Fantastischen Vier nennt, hat eine Mischung aus Biografie, Kochbuch und Essay geschrieben Foto: Charalambos Triantafillidis

No Need for Meat: der Musikmanager Andreas „Bär“ Läsker, den man den Fünften der Fantastischen Vier nennt, hat eine Mischung aus Biografie, Kochbuch und Essay geschriebenFoto: Charalambos Triantafillidis

Stuttgart – „Vegan for fit“, „Vegan genial“, „Vegan für Einsteiger“, „Vegan für Faule“, „Vegan kann jeder“, „Vegane Blitzrezepte“, „Vegan und vollwertig“, „Vegane Glücksrezepte“, „Ab heute vegan“, „Vegan backen – mit Liebe, aber ohne Ei“.

So heißen die Bücher, die von den Verlagen massenhaft auf den sich wandelnden Markt geworfen werden. Die Ernährung wird zum Bekenntnis. Immer mehr wollen was gegen Massentierhaltung und für den Klimaschutz tun. Und sie wollen sich beim Essen gut fühlen.

Wer bei Amazon unter Büchern das Stichwort „vegan“ eingibt, stößt auf 3071 Treffer. Und der Knaller kommt erst noch: Am 14. Januar erscheint bei Thieme das Buch „No need for meat – oder: Vegan ist, wenn man trotzdem lacht“, das der Musikmanager Andreas „Bär“ Läsker, den man den Fünften der Fantastischen Vier nennt, geschrieben hat – eine Mischung aus Kochbuch, Biografie und Essay.

Bärs Sprache ist deftig, kernig, bildhaft und schonungslos. Fast täglich verbreitet der 51-Jährige mit provozierenden Einträgen bei Facebook bärenstark seine Ansichten. Seine Fangemeinde ist groß, die meisten fühlen sich von ihm gekonnt und unterhaltsam wachgerüttelt – aber auch seine Hassgemeinde formiert sich.

 

„Läsker ist der Prototyp dessen, was Jürgen von der Lippe einmal so treffend als Vegie-Terrorismus bezeichnet hat“, schreibt der Blogger Boris T. Kaiser. „Bär“ lasse keine anderen Meinungen gelten und stelle sich moralisch über Nicht-Vegetarier. Durch den Fanta-Manager, so heißt es in Kaisers Internet-Eintrag weiter, habe er gelernt, „Pflanzenfresser zu hassen“. Doch dann geschah etwas, womit der Blogger nicht gerechnet hatte. Es kam Post vom „Bär“, die dem Allesfresser Kaiser gefiel. Der Stuttgarter schickte ohne Worte nur das Foto eines Mülleimers, auf dem „Kaiser“ stand. Der überraschte Kommentar des Herrn Kaiser: „Fand ich ehrlich gesagt cool – genau mein Humor.“

Veganer haben also doch Spaß am Leben. Genau dies will Autor Läsker mit seinem Buch beweisen. „Vegan essen hat den Nimbus von Langeweile, Extremismus und Spaßfreiheit“, sagt er, „aber das ist ein Wahnsinn-Mega-Irrtum.“ Die neue Ernährung sei nicht nur ein Trend, der vorübergehe, sondern stelle einen „Paradigmenwechsel“ dar, also einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel.

Bei Läsker, der sein Gewicht dank der Ernährungsumstellung von 160 auf 105 Kilo reduziert hat (bei einer Größe von 193 Zentimetern) und deshalb als neuen Spitznamen Gazelle statt Bär verdient, hat’s vor vier Jahren angefangen. Nach der Lektüre des Buchs „The China Study“, in dem T. Colin Campbell die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährung liefert, ist ihm klargeworden: Du kannst nicht mehr gedankenlos Fleisch auf den Grill werfen!

Der Musikmanager fand viele neue Gewürze und Gemüsesorten (etliche Rezepte erscheinen in seinem Buch). Er schlafe nun besser, sei im Kopf fitter, habe keine Verdauungsprobleme mehr. Auch das Völlegefühl nach dem Essen sei weg. Und er ist erleichtert: „Jetzt spüre ich keine Schuld mehr, wenn ich zuschaue, wie Tiere unter unsäglichen Bedingungen gezüchtet und getötet werden.“

„Bär“ wird mit seinem Buch noch mehr mitreißen. Viele von uns haben bereits ihren Fleischkonsum erheblich reduziert, doch schrecken vor dem letzten Schritt zurück. Jetzt soll jeder verstehen: Sich anders zu ernähren ist Genuss, keine Selbstkasteiung. Wer nicht Fleisch, Fisch, Eier, Milch verwendet, übt keinen Verzicht, sondern entdeckt eine neue Welt, die offensichtlich vielfältiger ist. Beim Stichwort „Rezepte für Fleisch“ gibt’s bei Amazon jedenfalls nur 1145 Treffer .

zu kaufen bei amazon.de

 

Andreas "Bär" Läsker hat mit "No need for meat" eine humorvolle Mischung aus Autobiografie, Ratgeber + Kochbuch vorgelegt

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Vegan essen hat den Nimbus von Langeweile, Extremismus, Komplexität, Anstrengung, Verbissenheit, Spaßfreiheit und sozialer Ausgrenzung. Nichts davon ist wahr. Das ist alles ein ganz, ganz furchtbarer, unfassbar gigantischer, Wahnsinns-Mega-Irrtum!!! Wir alle wurden in dem Glauben erzogen, oder von der Agrar-, Lebensmittel- und Werbeindustrie dahingehend konditioniert, dass unsere Mahlzeiten um das Zentrum herum gebaut werden müssen, und das Zentrum ist nun mal ein Stück Fleisch. Das Schnitzel, der Braten, das Steak, die Bratwurst, die Frikadelle oder der Schaschlik-Spieß sind quasi das, worum sich der Rest der Ernährung zu drehen hat. Die riesige Mauer aus Fleisch, Wurst und Käse ist jedoch nur ein armseliger, kleiner Bruchteil dessen, was man als Ernährungsuniversum betrachten kann. Als Fleischesser erreichen Sie nicht einmal den Orbit, als Veganer hingegen reisen Sie durch eine intergalaktische, neue, interessante und unfassbar vielfältige Welt der Ernährung, die nicht nur um vieles größer ist als die der anderen Seite, sondern sich über Jahre hinweg selbst immer weiter potenziert. Hört sich übertrieben an? Isses aber nich‘. Ich verspreche Ihnen, dass Sie exakt das erleben werden. Andreas Bär Läsker ist weder Schriftsteller noch Koch, aber vielen bekannt als Manager der Fantastischen 4. 2007 steigerte er seine Bekanntheit als DSDS-Juror. Seit Bär Läsker vegan lebt, hat er sich als kreativer Rezeptentwickler entpuppt. Jetzt können seine bislang nur im Freundeskreis beliebten Rote-Bete-Küchle endlich nachgekocht werden…

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