Kälber und die Milchindustrie

 

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, im Freien und Natur

Was denken Sie, wenn Sie dieses Bild sehen? Vielleicht: „Nanu, warum stehen da kleine angekettete Kühe?“ „Wahrscheinlich wieder so ein Einzelfall, das berühmte schwarze Schaf unter den Landwirten, einer, der Tiere nicht artgerecht hält.“ „Das ist bestimmt auf einem entlegenen Bauernhof, vielleicht irgendwo in einem fernen Land. So etwas gibt es bei uns schließlich nicht.“ Denken Sie so oder ähnlich?

Nun, ich muss Sie enttäuschen, dies ist kein Einzelfall – und ja, es ist schlimme Tierquälerei. Und zwar legale Tierquälerei, weltweit, europaweit, deutschlandweit, in Ihrer Stadt, in Ihrem Ort, in Ihrem idyllischen Dorf. Das Ganze nennt sich Milchwirtschaft und beruht auf einem simplen Prinzip: Wir wollen Milch verkaufen. Dazu schwängern wir Kühe regelmäßig gegen ihren Willen mittels künstlicher Besamung, warten 9 Monate, bis sie ihre Kinder gebären, nehmen ihnen die Neugeborenen direkt nach der Geburt weg und sperren sie ein … denn jetzt gibt die Mutterkuh endlich die Muttermilch, die wir ihr ja stehlen und verkaufen wollen.

Ein ausgeklügeltes System.

Doch ist dieses Vorgehen ethisch und menschlich wirklich vertretbar? Dürfen wir ein Lebewesen künstlich schwängern, um ein neues Leben in die Welt zu bringen, das wir dann direkt nach der Geburt „entfernen“, um an die Muttermilch zu kommen?

Und ist es vom gesunden Menschenverstand her überhaupt nachvollziehbar, warum wir als erwachsene Menschen Kindernahrung zu uns nehmen wollen – und dann noch artfremde? Vor allem, wenn wir sie gar nicht zum Leben brauchen, sondern es nur eine alte Gewohnheit ist, „weil der Mensch immer schon Milch getrunken hat“?

Aber noch einmal zurück zu den angeketteten Tierkindern auf dem Foto. Vermutlich sehen wir hier kleine Kuhmädchen, wenige Tage, vielleicht ein oder zwei Wochen alt. Die Kleinen werden routinemäßig innerhalb von 36 bis 72 Stunden nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt. Obwohl sie diese doch so dringend brauchen und sich so stark nach ihr sehnen.

Vermenschlichung?

Nein, keineswegs. Tiere, und damit auch Kühe, empfinden, wie der Mensch, eine ausgeprägte Mutter-Kind-Bindung. Kuhmütter lieben ihre Kälbchen, sie lecken die Neugeborenen nach der Geburt liebevoll sauber, umsorgen sie, oftmals kämpfen sie, wenn ihnen das Kind entrissen wird. Und sie trauern, rufen tagelang verzweifelt nach ihren Kindern. Man stelle sich nur einen Moment vor, so etwas würde einer Menschenfrau angetan werden – das Neugeborene wird ihr direkt nach der Geburt entrissen, sie wird es nie mehr wiedersehen. Was für eine grausame seelische Qual. Mutter ist Mutter, egal ob Mensch oder Tier. Letztlich sind auch wir Menschen nichts weiter als Säugetiere – und wenn es um Muttergefühle geht, gibt es keinen Unterschied.

Und die Kälbchen? Nun, die weiblichen werden einzeln in sogenannte Kälberiglus eingesperrt, wie auf dem Bild zu sehen. Die kleinen Tierkinder sind verängstigt, hilflos, verwirrt, zitternd. Sie sehnen sich nach ihren Müttern, nach ihrer Liebe, nach ihrer Umsorgung. Viele leiden aufgrund von emotionalem Stress und artfremder Ersatznahrung an schlimmem Durchfall.

Das Schicksal der männlichen Kälbchen ist leider noch grausamer. Sie werden nie Milch geben und sind damit für die Milchindustrie wertlos, also werden sie umgebracht. Ergo: Die Milchindustrie bringt ein Leben in die Welt, stellt fest, dass es nicht das gewünschte Geschlecht hat, und tötet es wieder. Ethisch korrekt? Menschlich vertretbar?

In einigen Ländern werden die wenige Wochen alten Tierkinder in beängstigenden Transporten zum Schlachthof gefahren und erleiden dort in Angst und Panik einen gewaltsamen Tod. Anderorts werden die männlichen Kälbchen erschossen oder erschlagen, teilweise werden sie, Berichten zufolge, auch hinter den Ställen „entsorgt“, wo sie qualvoll verhungern und verdursten.

Stimmt alles nicht? Sind alles nur Ausnahmefälle? Nein, leider nicht. Bitte informieren Sie sich über das System Milchwirtschaft. Es ist eine Industrie, in der das Leben nichts zählt; in der empfindsame, verletzliche, unschuldige Tierkinder und ihre Mütter schändlich und verabscheuungswürdig behandelt und systematisch getötet werden. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Routinemäßig.

Wir wissen heute längst, dass der Mensch keine artfremde Muttermilch von Kühen zum Leben braucht. Der Lebensmitteleinzelhandel, vom Biomarkt über Lidl und Rewe bis hin zu Aldi, bietet eine Fülle an Pflanzenmilchsorten wie Hafermilch, Reismilch, Sojamilch, Mandelmilch und viele mehr. Sie alle sind gesund, cholesterinfrei, schmecken köstlich – und sind vor allem frei von unmessbarem Tierleid.

Hören Sie auf Ihr Herz. Treffen Sie die ethisch richtige Entscheidung. Stehlen Sie Tiermüttern mit dem Kauf von Milch und Milchprodukten nicht länger ihre Babys und ihre Muttermilch. Genießen Sie köstliche Pflanzenmilch – und vor allem ein gutes Gewissen.

Sie tun damit Gutes für alle – für die Tiere, für sich selbst und für unsere Umwelt. 💚

Hier können Sie sich weiter informieren:
http://www.sagneinzumilch.de/
http://www.peta.de/milch-hintergrund
https://provieh.de/die-ueberzaehligen-kaelber-ein-tierschut…
https://www.ariwa.org/wissen-a-z/wissen-a-z/milch.html

Man muss das perfide System der Milchwirtschaft verstehen:

 

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Eine Kuh wird jedes Jahr künstlich besamt – nicht etwa durch einen Bullen, sondern durch einen menschlichen Besamer, der hierzu seinen linken Arm tief in den Anus der Kuh steckt und mit der rechten Hand eine Besamungsspritze in die Vagina der Kuh einführt. Die Kuh wird hierzu angekettet, damit sie sich nicht wehren kann.

Die Kuh ist 9 Monate schwanger. Sobald sie ihr Kalb geboren hat, wird ihr dieses innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen weggenommen und allein in eine kleine Plastikhütte eingesperrt. Es erhält nicht etwa die Muttermilch, die die Mutter für ihr Kind nun produziert, sondern einen Milchersatz. Ist das Kälbchen männlich, wird es nach wenigen Tagen oder Wochen getötet, da es für die Milchwirtschaft ein „unnützes Nebenprodukt“ ist (entweder erschlagen, erschossen, im Schlachthof ermordet oder auf andere grausame Weise umgebracht).

Die Mutterkuh, die nun nach ihrer Geburt Muttermilch produziert, wird mehrmals täglich gemolken, was vielen Kühen aufgrund von Euterentzündungen große Schmerzen verursacht. Ihre Muttermilch wird nun für den Konsum des Menschen verkauft.

Innerhalb eines Jahres wird die Kuh erneut besamt, damit ihr Milchfluss nie versiegt. Nach nur vier oder fünf Jahren ist die Kuh von den körperlichen und seelischen Strapazen der konstanten Schwangerschaft und Kindestrennung so ausgelaugt, dass sie weniger oder keine Milch mehr produziert. An diesem Punkt wird sie getötet.

Fazit: Milch ist in keiner Weise ein natürliches Produkt. Die Milchwirtschaft basiert auf der gnadenlosen Ausbeutung der Fortpflanzungsfähigkeit der Kuh. Wer dieses perfide System verstanden hat, weiß, dass Milch für unendliches Tierleid, körperliche und psychische Schmerzen und für den Tod von Kühen und Kälbchen verantwortlich ist. Wer die milliardenschweren Werbelügen der Milchindustrie durchschaut, beendet den Konsum dieses Qualproduktes und genießt stattdessen gesunde und köstliche pflanzliche Milchalternativen.

Weiterführende Informationen:
http://www.sagneinzumilch.de/
http://www.peta.de/milch-hintergrund
https://provieh.de/die-ueberzaehligen-kaelber-ein-tierschut…
https://www.ariwa.org/wissen-a-z/wissen-a-z/milch.html

 

 

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„Wir Menschen brauchen Milch! Es ist vollkommen natürlich, gerade für die Kinder.“

Selbstverständlich.
Es ist vollkommen natürlich, einer intensiv fühlenden Mutter ihr Kind zu entreißen, damit dieses bloß nicht auf den dummen Gedanken kommt, die Muttermilch aus dem Euter seiner Mutter zu trinken.
Herrje, wo kämen wir denn hin, wenn die Kinder auch noch das eigens für sie bestimmte Nahrungsmittel bekämen?
Nein, nein. Das wäre ja noch schöner.

Wir zerstören lieber die Tierfamilien und sorgen dafür, dass genug Nachschub da ist! Die Mutter darf uns immer schön brav ihre Milch geben. Dankbar sollte sie uns sein. Immerhin finanzieren wir Konsumenten doch ihr Leben in der engen und kuscheligen Massentierhaltung , bis sie dann irgendwann geschlachtet wird. Das gehört nun mal dazu!

Und mit dem Baby machen wir das Gleiche. Es muss sich doch lohnen, die Menschen haben großen Appetit auf Milchprodukte!

Vollkommen unabhängig davon, dass dieses Eutersekret nicht einmal gesund für uns Menschen ist…
Jeder Einzelne sollte sich einmal ganz genau in die Situation der Kühe und ihrer verzweifelten Kinder versetzen. Denn für unsere Gier werden sie geboren, ausgebeutet, gequält und ermordet.

Das ist nicht von der Natur vorhergesehen.
Kuhmilch ist vollkommen natürlich, ja.
Aber nur für die Kälber.