Milchproduktion

 

Milch sei ein natürliches Lebensmittel und damit die Kühe nicht platzen, muss man sie melken – Mythen wie diese sind gefestigt in den Köpfen der Verbraucher. Wie sehr Kühe und Kälber für die Produktion von Milch leiden ist jedoch den wenigsten bewusst oder wird bewusst ignoriert.

Die Kühe, die zur Produktion von Milch für den menschlichen Gebrauch gehalten werden, leben meistens in sogenannten Laufställen. Eine Weide sehen diese Tiere nie – stattdessen leben sie auf kotverschmierten Betonspalten – ihr ganzes Leben. Ein Teil der Halle, in der tierretter.de die Zustände dokumentiert hat, ist mit Stroh ausgelegt. Tatsächlich sind es besonders diese Bereiche, die am meisten verdreckt sind. Die Einstreu besteht nur noch aus Kot mehrerer Tage. Dementsprechend verdreckt sind auch die Kühe.

Verletzungen und kranke Tiere gehören zur Tagesordnung. Ein Tier kann sich dabei kaum noch fortbewegen. Jeder Schritt schmerzt. Die Produktion von Milch ist dabei auf einen maximalen Profit ausgelegt – und so wurden diese Tiere auf möglichst hohe Milchleistungen gezüchtet. Diese wird noch unterstützt durch die Zugabe extrem proteinreichen Futters, das zusätzlich ungesund und nicht artgerecht für die Tiere ist.

Viele Menschen glauben, dass Kühe die Milch immer geben – die Milch als „Geschenk für den Menschen“. Tatsächlich geben diese Tiere nur Milch, genau wie bei Menschen auch, wenn sie vor Nachwuchs bekommen haben. Und so müssen Kühe in der Milchproduktion durch künstliche Befruchtung jährlich abkalben, um einen konstanten Milchfluss zu gewährleisten. Die Kälber werden direkt nach der Geburt von ihren Müttern getrennt – ein traumatisierendes Erlebnis. Daraufhin werden die Kälber in kleinen Boxen gehalten, weit weg von ihren Müttern, die oft tagelang nach ihnen rufen. Entweder steht den Kälbern das gleiche Schicksal wie ihren Müttern bevor – die lebenslange Ausbeutung als „Milchkuh“, oder speziell die männlichen Kälber werden nach zwei Wochen an Viehhändler verkauft, einige Zeit gemästet und landen noch im Kindesalter im Schlachthaus.

Die „Milchkühe“ selber werden dabei auch selten älter als 4 – 5 Jahre, danach lässt ihre Milchleistung nach und sie sind nicht mehr „profitabel“ – für die Industrie Grund genug, die Tiere zu töten und zu ersetzen.

Was kann man dagegen tun? Zuallererst sollten Sie sämtliche Milchprodukte aus Ihrem Speiseplan streichen um dieses System der systemathischen Ausbeutung nicht weiter zu subventionieren. Klären Sie Freunde, Bekannte und Verwandte über diese Zustände auf und unterstützen Sie Tierschutz- und Tierrechtsvereine, die sich für das Ende der Herrschaft des Menschen über die Tiere einsetzen.

Das System Milch – Die Wahrheit über die Milchindustrie

 

Aus unzähligen Studien geht hervor, dass die meisten chronischen Leiden wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Alzheimer usw., an denen die Menschen in den westlichen Industrienationen zuerst jahrelang leiden und dann sterben, auf Milch und andere Tierprodukte zurückzuführen sind.

Professor T. Colin Campbell, der mit der China-Study die bisher umfangreichste Studie über den Zusammenhang von Ernährung und Krankheiten durchführte und einer der renommiertesten Ernährungswissenschaftler weltweit ist, schrieb dazu: “Kurz gesagt handelt es sich dabei um den vielfältigen Gesundheitsnutzen pflanzlicher Nahrungsmittel und die weitgehend unbeachteten Gesundheitsrisiken von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft, welche alle Fleischarten, Milchprodukte und Eier beinhalten.”

Mehrere Studien konnten übrigens eindeutig belegen, dass diese negativen krebsfördernden Eigenschaften von tierlichem Protein in der Ernährung nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere gelten. Prof. Campbell weiter: “Welches Protein erwies sich durchwegs stark und nachhaltig als krebserregend? Kasein, das 87% des in der Kuhmilch enthaltenen Proteins ausmacht, förderte alle Stadien des Krebswachstums.”

Die meisten Menschen in den Industrienationen sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie zum Beispiel an Arteriosklerose, Herzinfarkt, Bluthochdruck und / oder Gehirnschlag. Auch hier ist der Zusammenhang mit dem Konsum von Tierprodukten offensichtlich. Prof. Campbell: “Die Menschen, die am meisten Tierprotein zu sich nahmen, leiden am häufigsten an Herzerkrankungen, Krebs und Diabetes.”

Wichtig zu wissen ist, dass ein Grossteil der chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch eine pflanzliche Ernährungsweise wieder rückgängig gemacht oder gar geheilt werden können. Deshalb ernährt sich der frühere US-Präsident Bill Clinton nunmehr konsequent ohne Milch, Milchprodukte, Fleisch und Eier. Seine lebensbedrohliche koronare Herzerkrankung konnte er dadurch rückgängig machen, nachdem ihn seine Vorliebe für Tierprodukte fast umgebracht hatte.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern des “Taub Institute for Research on Alzheimer’s Disease” an der New Yorker Columbia-Universität. Zur gesunden Ernährung gehören demnach vorwiegend Gemüse, Nüsse und frisches Obst. Fettreiche Milch und Milchprodukte, wie z.B. Butter und Käse, fördern dagegen Alzheimer.

Erschreckend ist besonders der Zusammenhang zwischen Jugenddiabetes (Typ 1) und Milchkonsum in der ersten Lebensphase. Hierbei werden beim Kind Antikörper gegen Milcheiweiss gebildet. Fatalerweise greifen diese vom Kind selbst gebildeten Antikörper auch das körpereigene Gewebe der Bauchspeicheldrüse an, in dem Insulin gebildet wird. Folge ist ein vermeidbarer Diabetes, der das gesamte Leben des Kindes einschneidend negativ prägt. Deshalb sollten Kleinkinder auf keinen Fall Milch oder Milchprodukte erhalten!

Zudem führt tierliches Eiweiß aus Milchprodukten, Fleisch und Eiern aufgrund des hohen Gehalts an schwefelhaltigen Aminosäuren zu erheblichen Kalziumverlusten über die Nieren, so dass letztendlich eine Schwächung der Knochen durch Milch und andere Tierprodukte resultiert.

Über 90 Prozent der Schadstoffbelastung aus der Nahrung (Dioxine, PCB, Schwermetalle usw.) stammen von Milch, Milchprodukten, Fleisch, Geflügel, Fisch und Eiern, also von Tierprodukten.

So empfiehlt die amerikanische Ärztekommission PCRM (The Physicians’ Committee for Responsible Medicine) die rein pflanzliche vegane Ernährung als die gesündeste Ernährungsweise und begründet dies auch logisch nachvollziehbar: “Vegane Ernährung, die keine tierlichen Produkte enthält, ist sogar gesünder als vegetarische Ernährung. Vegane Ernährung enthält kein Cholesterin und sogar weniger Fett, gesättigte Fettsäuren und Kalorien als vegetarische Ernährung, weil sie keine Milchprodukte und Eier enthält. Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass die gesundheitlichen Vorteile zunehmen, wenn die Menge der Nahrung aus tierlichen Quellen in der Ernährung verringert wird, was die vegane Ernährung zur gesündesten insgesamt macht.