Warum muß die Sau vor,während und nach der Geburt in diesen Ständer ??

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Die Schweinezüchter behaupten,daß die Sauen untereinander aggressiv reagieren,während der Schwangerschaft und auch nachdem die Ferkel da sind und deshalb müssen sie die Tiere einsperren,da es sonst zu Verletzungen,Frühgeburten oder Todesfällen kommen kann.

Was die Züchter allerdings verheimlichen,ist,daß die Gefangenschaft der Grund für die Aggressionen ist.

Normalerweise ziehen sich Schweine durch Unterwerfung aus aggressiven Situationen zurück.Das ist in Gefangenschaft und auf engstem Raum natürlich nicht möglich und es kann tatsächlich zu Kämpfen kommen.

Wie die meisten anderen Tiere, zieht sich die Sau vor der Geburt an einem abgelegenen Ort zurück, wo sie ihre Ferkel gebären und beschützen kann.
Es ist keine Überraschung,daß sie aggressiv reagiert,wenn sie ihre Ferkel bedroht sieht.

Man müßte ihr also einfach nur mehr Platz geben und einen Ort,wo sie ihre Babys in Ruhe bekommen kann.
Aber soviel Platz wird ihr nicht eingeräumt….lieber nimmt man den Tod vieler Ferkel in Kauf,denn es ist ein Ammenmärchen,daß dies zum Schutz der Ferkel geschieht.
Viele Ferkel werden so von ihren Müttern erdrückt,weil sie garnicht bemerkt,wenn ein Ferkel unter sie gerät und wenn sie es bemerkt,ist es zu spät.
man muß nur mal einen Blick in die Leichentonnen vor jedem Mastbetrieb werfen….sie sind in der Regel voll mit toten Ferkeln.

Wie behandeln Menschen nun diese sensiblen,intelligenten Tiere:

„Während der Besamungsphase (auch Bedeckung oder Belegung genannt) werden die Sauen künstlich geschwängert und meist einzeln in sogenannten Kastenständen gehalten – d. h. in einem durch Metallstangen an allen Seiten eingegrenzten Stand, der mit Maßen von 0,55–0,70 m Breite und 1,6–1,9 m Länge nur unwesentlich größer ist als der Körper der Sau selbst und der in der Regel nicht mit Einstreu ausgestattet ist. In dieser Haltungsform werden die Sauen zu fast völliger Bewegungsunfreiheit gezwungen: lediglich das Aufstehen, Niederlegen und das Ausstrecken von Kopf und Gliedmaßen sind hier möglich, wobei die Tiere jedoch nicht einmal Platz haben, sich umzudrehen, geschweige denn zu gehen (nur ein bis zwei Schritte vor und zurück sind möglich). Zusätzlich wird diesen sozialen Tieren der natürliche Umgang zu Artgenossen fast vollständig verwehrt: Durch die metallene Absperrung hindurch können allenfalls Sicht- und ansatzweise Haut- und Geruchskontakt mit den benachbarten Artgenossen stattfinden. Verhaltensstörungen wie Leerkauen und »Trauern« (Sitzen auf den Hinterläufen mit hängendem Kopf) sind die Folge.

Spätestens 4 Wochen nach der erfolgreichen Besamung im Kastenstand werden die tragenden Sauen in den »Wartestall« verlegt, wo sie in Gruppen gehalten werden. Hierbei sind Gruppen von etwa 10–20 oder auch von mehr als 100 Tieren möglich. Nicht gruppentaugliche Sauen und Sauen in Betrieben mit einer Bestandsgröße von unter 10 Sauen dürfen auch in dieser Phase einzeln gehalten werden, insofern sie sich in den Einzelständen umdrehen können. In Gruppenhaltung stehen jeder der bis zu 320 kg schweren Sauen lediglich zwischen 2 und 2,5 m² Platz zur Verfügung.

1 Woche vor der Abferkelung (Geburt der Ferkel) werden die hochträchtigen Tiere in die sogenannte Abferkelbucht verlegt, wo sie bis zum Absetzen der Ferkel (Trennung der Jungtiere von der Mutter) verbleiben. Die Situation der Sau gestaltet sich hier quasi genau wie im Kastenstand: Sie ist komplett von einem sogenannten Abferkelgitter (oft auch beschönigend als »Ferkelschutzkorb« bezeichnet) umgeben, d. h. von einem Metallkäfig mit einer Breite von 0,65–0,75 m, der ihr fast jegliche Bewegungsfreiheit nimmt. Um die Sau herum befindet sich noch ein geringfügiges Raumangebot für die Neugeborenen (0,06 m² Ferkelnestgröße pro Ferkel). Durch die Metallabsperrung wird es der Muttersau verwehrt, einen natürlichen Kontakt zu ihren Neugeborenen aufzubauen – während der gesamten Zeit ist es ihr nicht möglich, ihre Jungen zu pflegen oder mit ihnen zu interagieren.

Im Alter von etwa 4 Wochen werden die Jungtiere von ihrer Mutter getrennt und unabhängig davon, ob sie später als Zucht- oder Mastschweine genutzt werden, zunächst in eine reine Ferkel-Gruppenhaltung gesteckt. Die Sau kommt nach dem Absetzen der Ferkel meist sofort in den Kastenstand zurück, wo sie schon nach ca. 5 Tagen erneut besamt wird, womit der Kreislauf von neuem beginnt. Diese Tortur halten die meisten Sauen nicht lange durch: Da sich bei den Tieren häufig haltungs- und zuchtbedingte Erkrankungen einstellen (s. u.), werden die Sauen nach durchschnittlich 2,5 Jahren Nutzung als Zuchtsau (bzw. nach 5–6 Schwangerschaften) geschlachtet.

http://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhal…/schweine

http://www.alv.org.au/issues/pigs.php