Umstrittene Schlachtung: Die Ohnmacht vor dem Tod

 

„Sie strecken die Schnauzen nach oben, zeigen Maulatmung, also typische Anzeichen eines Erstickungsgefühls, und drängen nach oben.“ Es sei eng dort unten, und während es abwärts gehe, werde die Luft immer knapper. „Die Tiere bekommen Angst, auch weil das Gas in Verbindung mit Flüssigkeit zu einer schwachen Säure wird und dann zusätzlich ihre Schleimhäute angreift“, so Troeger.

Die Robusteren richten sich auf und steigen auf ihre Artgenossen, um so lange wie möglich Luft zum Atmen zu bekommen. Die Panik äußert sich in schrillen Schreien. Die Grundlautstärke der Anlage von 80,4 dB steigt dann in der Grube auf einen Lärmpegel von 105,8 dB an, fand Troegers Team heraus; das entspricht der Lautstärke eines Presslufthammers in einem Meter Entfernung.

faz.net|Von FAZ.NET – Frankfurter Allgemeine Zeitung

Umstrittene Schlachtung: Die Ohnmacht vor dem Tod

Knapp 60 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland geschlachtet: betäubt, getötet und dann zu Kotelett, Schnitzel, Haxe zerlegt. Vor allem eine Methode ist dabei heftig umstritten. Ein Ortsbesuch.