Ex Fleischer arbeitete undercover in einem Schlachthof

 

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Was nach dem Tode übrig bleibt

Genau vor einem Jahr lagen zwei Undercovereinsätze in biozertifizierten Schlachthöfen hinter mir. Eine dieser Todesfabriken war mittelgroß, Konzerne wie Mc Donalds gehörten zu den Kunden. Das zweite Horrorhaus war sehr klein und eher der umgangssprachliche „Metzger des Vertrauens“. Als Ermittler der Soko Tierschutz arbeitete ich mit versteckter Kamera in einer Kopfschlächter-Kolonne und stand nach wenigen Stunden bereits am Fließband. In einem Metzgerforum las ich erst kürzlich eine perfekte Beschreibung dieser Tätigkeit und zwar: „Wenn du in eine solche Kolonne gehst hast du zwei Möglichkeiten, überleben oder verrecken!“ Da ich diese Zeilen schreibe, fiel meine Entscheidung auf die erste Möglichkeit. Meine tierischen Freunde sind dagegen massenweise verreckt und ich hatte ihr Blut an meinen Händen und im Gesicht.

Zu den dokumentierten Verstößen gehörte die komplette Palette kaum vorstellbarer Qualen. Teilweise zeigte jedes zweite Tier gut sichtbare Abwehrreaktionen bei den ersten Arbeitsschritten und ich habe bei meinen umfangreichen Vernehmungen durch die Kriminalpolizei eine Fehlbetäubungsrate im Bereich der 30% angegeben. Zappelnde Schweine im Brühbad und fünf Bolzenschüsse auf ein einziges Tier gehörten zum Alltag. Interessant hierbei war die Erkenntnis, dass es in dem kleinen Betrieb genau das gleiche Verhältnis an Straftaten gab. Die Anzahl der anwesenden Tierärzte konnte als überdurchschnittlich beschrieben werden. Es wimmelte regelrecht von Aufsichtspersonen und selbst höchste Vertreter des Landratsamtes/Veterinäramtes gaben sich die Ehre.

Eschweiler wurde nach Ausstrahlung des Filmmaterials geschlossen und die Ermittlungen gegen Düren laufen bis zum heutigen Tag. Wie eingangs beschrieben bin ich zwar nicht körperlich verreckt, aber solche Dinge kann ich vermutlich nie mehr vergessen und es beschäftigt mich bis heute. Wie ihr der Presse in den letzten Wochen entnehmen konntet, ist es nicht bei diesen Aktionen geblieben und meinen Hut hänge ich noch lange nicht an die Garderobe. Ausbeutungsbetriebe dürften mittlerweile beim Namen „Soko Tierschutz“ regelrecht zusammenschrecken und die Liste geschlossener Betriebe wird länger länger länger……
Aktuell läuft die nächste Aufdeckung durch die Kolleginnen und Kollegen des „Deutschen Tierschutzbüros e.V.“ und einer der größten Schlachthöfe Deutschlands gerät ins Visier der Staatsanwaltschaft. Was Behörden in Jahrzehnten nicht geschafft haben, machen eine handvoll ehrenamtlicher Tierrechtler in wenigen Wochen.

Doch was bleibt nach dem qualvollen Tode dieser unzähligen sanftmütigen und wundervollen Lebewesen übrig? Die Betriebe werden im besten Fall geschlossen, die Transporter fahren zum nächsten Schlachthof, die Politik zeigt sich kurz erschrocken, Tierärzte werden ausgetauscht, Videoüberwachung wird eingeführt und das aufgezeichnete Material nach ein paar Monaten ungesehen vernichtet. Wenn ich mir diese Aufzählung durchlese, könnte man sich als Tierrechtler den Strick um den Hals legen. Aber wir haben etwas entscheidendes übersehen!

Es geht nicht um die Schlachthäuser oder Bauernhöfe oder Transportunternehmen. Nein, das Ziel sind die Verbraucher an der Kasse. Mit jedem Einkauf entscheiden die Menschen ob weiter bestialisch getötet wird, ob Kinder wegen Nutztieren verhungern und ob dieser Planet für Mastfutter irreversibel zerstört wird. Die Bilder aus den Aufdeckungen sind für Konsumenten auf der ganzen Welt. Nur wenn die Menschen aufhören tierische Produkte zu kaufen, werden diese Recherchen nicht mehr notwendig sein. Die Politik versucht diese Art der Aufklärungsarbeit zu unterbinden, doch solange Kontrollsysteme unkontrolliert versagen, hat die Öffentlichkeit ein Recht auf die Wahrheit.
Die Bilder sind auch für die wunderbaren Aktivistinnen und Aktivisten draußen auf der Straße, damit Aufklärungsarbeit betrieben werden kann. Lasst uns das Ziel niemals aus den Augen verlieren, wir sollten unsere Energie auch nicht in Kämpfen zwischen den eigenen Reihen verbrauchen.

Es geht um die Tiere und nicht um Personen oder Namen von Organisationen.

Missstände im Schlachthof: Ein Amtstierarzt packt aus

 

❝Wie viele meiner Kollegen habe ich Tiermedizin studiert, weil ich die Welt ein bisschen besser machen wollte, heute weiß ich, dass das in einer Behörde nicht möglich ist.❞

„Schlachthöfe seien „wichtige Arbeitgeber in ihren Regionen, in den großen werden bis zu 800 Schweine pro Stunde geschlachtet“. Amtstierärzte, „die da durchgreifen und wegen kleinerer, aber durchaus tierschutzrelevanter Verstöße den Betrieb stoppen, haben kein schönes Leben mehr“, sagt Björn Z. Revoluzzer machten nun mal in einer Behörde keine Karriere.“

Weiterlesen unter: https://m.mainpost.de/…/Missstaende-im-Schlachthof-Ein-Amts…

mainpost.de

Missstände im Schlachthof: Ein Amtstierarzt packt aus

Anfang des Jahres erschütterte ein Schlachthof-Skandal die Region.…

„Die Tiere verstehen im Schlachthof, dass sie betrogen wurden“ – EINE TIERÄRZTIN PACKT AUS!

 

EINE TIERÄRZTIN PACKT AUS!

„Und am Ende kann man ihnen ansehen, dass sie verstehen, dass sie betrogen worden sind. Dass sie da in den Tod gehen sollen. Die können es dann nicht fassen. Das ist bei Tieren nicht viel anders als bei Menschen.“ – Nicole T., ehemals Tierärztin am Schlachthof

Lest und verbreitet das schockierende Interview:

www.animalequality.de/neu…/interview-tieraerztin-schlachthof

animalequality.de

„Die Tiere verstehen im Schlachthof, dass sie betrogen wurden“

 

❝Wie viele meiner Kollegen habe ich Tiermedizin studiert, weil ich die Welt ein bisschen besser machen wollte, heute weiß ich, dass das in einer Behörde nicht möglich ist.❞

„Schlachthöfe seien „wichtige Arbeitgeber in ihren Regionen, in den großen werden bis zu 800 Schweine pro Stunde geschlachtet“. Amtstierärzte, „die da durchgreifen und wegen kleinerer, aber durchaus tierschutzrelevanter Verstöße den Betrieb stoppen, haben kein schönes Leben mehr“, sagt Björn Z. Revoluzzer machten nun mal in einer Behörde keine Karriere.“

Weiterlesen unter: https://m.mainpost.de/…/Missstaende-im-Schlachthof-Ein-Amts…

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Anfang des Jahres erschütterte ein Schlachthof-Skandal die Region.…