Skandal Schlachthof Eschweiler SOKO Tierschutz warnt nach undercover Einsatz vor weiteren Schlachtungen

 

SOKO Tierschutz

Im Oktober 2017 arbeitete nicht nur im Schlachthof Düren ein undercover Ermittler von SOKO Tierschutz, sondern der Ermittler kam auch an einem besonders brisanten Tag im Schlachthof Eschweiler zum Einsatz. Trotz der Gegenwart von zahlreichen Kontrolleuren der Behörden kam es zu schweren Zwischenfällen, die zeigen, dass es mit einer Besserung in Sachen Tierschutz nicht einmal dann weit her ist, wenn es bei einer Testschlachtung für die Behörden von Kontrolleuren wimmelt.
Der Betrieb, der von außen wie eine Ruine aussieht, hat eine lange Geschichte von Skandalen hinter sich. Immer wieder wurde er geschlossen und neu eröffnet.
Viele Bürger denken der Schlachthof wäre außer Betrieb. SOKO Tierschutz erfuhr, dass dort wieder regelmäßig Schlachtungen stattfinden, diese sogar ausgeweitet werden sollen und schleuste einen undercover Ermittler zu einer Testschlachtung für die Überwachungsbehörden ein. Schon zu Beginn begann die Posse, die beweist, dass solche Kontrollen zum Scheitern verurteilt sind und keine realen Bedingungen zeigen. Der Schlachthof Chef befahl allen Schlachtern, mit der Warnung vor dem präsenten Landratsamt, langsam zu arbeiten, die Messer zu sterilisieren und Messer beim Einstich in die Tiere zu wechseln. „Nichts dem Zufall überlassen“,war der Befehl.
So wie der Zufall wollte konnte unser Ermittler dokumentieren, was an diesem Tag alles schiefging. Marode Technik versagte immer wieder. Das Resultat: Tiere verbrachten viel zu viel qualvolle Zeit in der Tötungsbox. Die Köpfe der Tiere wurden nicht wie versprochen fixiert; dass dazu erfundene Gerät versagte oder kam ohnehin nicht zum Einsatz. Rinder verfingen sich mit Kopf und Hörnern in der Betäubungs-Vorrichtung, während andere Tiere panisch in der Schlachtbox kämpften und nicht ausreichend betäubt wurden. Das Personal erteilte dem SOKO Ermittler zusätzlich Anweisungen zu Handlungen, die den Stress der Tiere erhöhen.
Auch in Eschweiler waren Szenen zu sehen, bei denen die Tiere deutlich koordinierte Reaktionen und klare Wahrnehmung von Schmerz nach dem Einstich zeigten, obwohl sie durch den Bolzenschuß betäubt sein hätten müssten. Ein Tier wehrte sich so heftig, dass eine Szene stattfand, die angeblich ursprünglich zur endgültigen Schließung des Betriebes geführt hatte. Das Tier brach in der Box zusammen, lag am Boden und musste schnell wieder auf die Beine gebracht werden, bevor so etwas von einem Kontrolleur entdeckt werden konnte. Dazu setze der Schlachter brutal mehr als zehnmal den Elektroschocker gegen das Tier ein. „Das zischende Geräusch des Elektroschockers war ständig zu hören; beim Zutrieb der Tiere kam das Gerät laufend zum Einsatz“, berichtet der SOKO Ermittler.
Besonders bezeichnend: Bei der Schlachtertruppe handelte es sich um die gleichen Mitarbeiter, die auch im Schlachthof Düren zahlreiche Rechtsbrüche begangen und für ein massives Versagen der Betäubung gesorgt hatten.
„Dass es trotz der Präsenz so vieler Kontrolleure und der Vorwarnung und besonderen Auswahl „guter“ Mitarbeiter zu solchen Szenen kam, lässt Schlimmstes für den Fall befürchten. Nämlich, dass der technisch primitive Schlachthof erneut regulär Tiere schlachten darf.“, so Mülln, der die Recherche überwachte. Die Installation zahlreicher Videokameras, die den Betrieb dokumentieren, änderte offensichtlich nichts an dem Verhalten der Schlachter. Als der letzte Kontrolleur gegangen war, schallte ein Ruf durch die Halle: „Jetzt sind sie weg“ und der Elektroschocker zischte noch etwas öfter.
Kontakt: SOKO Tierschutz e.V. 01714493215Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen

 

Tatort Bioschlachthof

 

SOKO Tierschutz

Schlachthof Clique plant Neuanfang.

Wie fühlt es sich wohl an mehrfach in den Kopf geschossen zu bekommen und das bei Bewusstsein. Und die Clique hinter diesem Bio Schlachthof plant schon die nächste Tötungsfabrik mit Rückendeckung von Grün bis Schwarz. Deswegen müsst ihr handeln. Todesfabriken überflüssig machen.