Das Prinzip „Milchproduktion“

 

Emily Deschanel bringt es auf den Punkt …


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Wie jedes Säugetier gibt eine Kuh nur dann Milch, wenn sie ein Baby geboren hat. Milchkühe werden daher in Dauerschwangerschaft gehalten und bringen in ihrem kurzen Leben nach meist künstlicher Befruchtung 3 bis 4 Kälber zur Welt. Ihre Kälber werden ihnen unmittelbar nach der Geburt weggenommen. Das ist grausame Praxis bei allen Haltungsformen: auch für die „Biomilchproduktion“. Statt unter der liebevollen Fürsorge der Mutter und im Schutz der Herde wachsen die Kälber alleine auf: oft in solchen „Kälber-Iglus“. Schwere Verhaltensstörungen und Leiden der zu Waisen gemachten Kälber sind die Folge.

Da männliche Kälber weder als „Milchkuh“ noch als „Mastrind“ genutzt werden können, wartet auf sie zudem bereits nach einigen Wochen die Schlachtbank. Oder sie „verschwinden“ einfach, weil sich oft nicht einmal die kurze Aufzucht für Kalbfleisch lohnt. Diese Kälber werden bereits als „Abfallprodukte“ geboren. Ohne sie gäbe es keine Milchindustrie.

Mehr Hintergründe zum Prinzip der Milchproduktion:

Armes Kalb: Abfallprodukt der Milchindustrie?

 

Was passiert eigentlich mit den Kälbern, deren Mütter für den menschlichen Verzehr Milch geben müssen?

Armes Kalb: Abfallprodukt der Milchindustrie?

Ohne Kalb keine Milch – diesem Naturgesetz ist auch die deutsche Turbo-Milchkuh unterworfen. Doch was passiert mit dem männlichen Nachwuchs, der mit den ebenfalls hochgezüchteten Fleischrassen nicht mehr konkurrieren kann? Ein kräftiges Bullenkalb bringt dem Milchbauern nämlich nur um die 80 Euro, ein schwächeres gerade mal zehn bis 20 Euro. Bei Aufzucht-Kosten von rund 130 Euro ist das ein glattes Verlustgeschäft….

ndr.de