Ist Vegan leben extrem?

 

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Jeden Tag realisiere ich, wie nervenaufreibend es ist, sich FÜR das Leben auszusprechen und FÜR Respekt, Achtung und Mitgefühl zu argumentieren.

Wenn ich dich frage, was du an deinem Leben so schätzt, erzählst du mir, dass du gerne lebst, dass du deine Familie liebst, deine Freunde, deine Existenz…

Ich frage dich, warum du, obwohl du doch deine Kinder, deine Familie und Freunde so liebst, mit deinen Handlungen andere Familien und Freundschaften auseinanderreißt, innige Verbindungen kappst und das liebevolle Band zwischen Müttern und Kindern zerstörst; warum du, wenn du doch das Leben so liebst, dich jeden Tag für ihren Tod entscheidest, für ihren Tod bezahlst, dir ihren Tod einverleibst; so, als ob du die Inhaltsstoffe ihres Todes paradoxerweise zum Leben brauchst, ähnlich wie Atemluft oder Trinkwasser.

Ich frage dich, ob du wirklich denkst, es sei ein „Trend“, keine Persönlichkeiten mehr auslöschen zu lassen, dass es plötzlich „in“ ist, darauf zu verzichten, einem Individuum die Nichtexistenz aufzuzwingen, dass es etwas mit „Lifestyle“ zu tun hat, keine Lust mehr auf Vernichtung und Tod zu haben. Glaubst du, es geht hier um einen Haarschnitt, um Mode oder eine neue exotische Sportart, oder doch eher um die grundlegenden, moralischen und ethischen Fragen des Menschseins!?

Hinter jedem Stück Fleisch, hinter jedem Ei, hinter jedem Schluck Milch steckt(e) eine Persönlichkeit, ein Geschöpf, ein Charakter, eine Mutter, ein Vater, ein Kind, ein Freund, ein Individuum, ein Wunder des Lebens.

Das Leben ist keine Ware.
Warum ist das für dich so schwer zu verstehen?

Ist vegan leben extrem?

 

Nein!
Extrem ist, dass erwachsene Menschen Muttermilch von einem anderen Säugetier trinken wollen und ihretwegen eine Industrie durch Millionen und Abermillionen Euro Steuergeldern künstlich am Leben erhalten wird, obwohl jeder ohne Probleme erkennen kann, dass dieses System schon längst am Ende angekommen ist.

Extrem ist, sich blind argumentativ auf die Seite der Fleischindustrie zu stellen, um das unzählige, millionenfache Leiden von empathiefähigen Lebewesen, die exorbitante Umweltzerstörung und die gigantische Ressourcenverschwendung zu verteidigen, unter der wir schon jetzt und in naher Zukunft unsere Kinder und alle nachfolgenden Generationen noch mehr zu leiden haben.

Extrem ist, dass Menschen weiterhin die Eierindustrie unterstützen, die jährlich 50 Millionen männliche Kükenbabys nach der Geburt lebendig zerschreddern lässt, nur um nicht auf „ihre“ Eier „verzichten“ zu müssen.

Extrem ist, nichts zu sehen, nichts zu hören, nichts zu sagen, sich nicht zu informieren, sich selbst nicht verändern zu wollen, weiterhin so zu tun, als ob alles in bester Ordnung wäre, um dann später behaupten zu können, „dass man ja von nichts gewusst hätte!“

Extrem ist, unseren Kindern erst beizubringen, dass ALLE Tiere liebenswert sind und ihnen dann vorzuleben, dass es in Ordnung ist, einige davon zu essen.
Dieser Widerspruch legt den Grundstein für ein Leben voller selektivem Mitgefühl!

Doch es geht auch anders:
Verbundenheit, Integrität, Freundschaft, Empathie, Mut, Rückgrat, Gerechtigkeit und Mitgefühl sind die Zukunft.
Ehrliche, liebevolle Aufklärung, die allen Menschen zeigt, was wirklich zählt.
Das ist die „Max & Fine“ Buchreihe.
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