Wieder Tierqual auf Bauernhof im LK Stade

 

Bild könnte enthalten: Himmel und im Freien

SOKO Tierschutz

Pressemitteilung
Wieder Tierqual auf Bauernhof im LK Stade

Aus Düdenbüttel wurde nicht gelernt – Polizei und SOKO Tierschutz erlösen Rind von Qualen.

Am Sonntag erhielt SOKO Tierschutz eine Information einer Person, die bei einem Spaziergang am 21.02 ein Rind an einem großen Milchviehbetrieb in Fredenbeck Niedersachsen entdeckt hatte.

Das Tier lag dort ohne Futter und Wasser, in Kälte, Regen und Schlamm, wies eine schwere Verletzung auf und litt an Schmerzen. Offenbar war das Tier dort mit technischen Mitteln hingeschleppt worden, um es vor fremden Blicken zu verstecken.

„Das erinnert an die grausamen Bilder von etwa 20 Milchviehbetrieben in der Region, die SOKO Tierschutz 2019 im Rahmen des Düdenbüttel-Skandals veröffentlicht hatte. Nach unserer Einschätzung musste dieses Tier auf einen dieser illegalen Tiertransporte warten, um es noch zu Fleisch zu machen“, so Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz.

Auf Forderung von SOKO Tierschutz wurde das Tier beschlagnahmt und soll nun untersucht werden. Die Polizei war schnell und engagiert vor Ort. Gegen den Milchviehbetrieb wurde Strafanzeige wegen eines besonders schweren Verstoßes gegen § 17 a) und b) TschG gestellt.

„Der Fall zeigt, dass die Bauern leider wenig aus den Skandalen der letzten Jahre um den grausamen Umgang mit kranken und verletzten Tieren gelernt haben. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass im Fall Düdenbüttel, keine angemessenen Maßnahmen gegen die Landwirte ergriffen wurden. Die Tiere zahlen den Preis für das Versagen des Veterinäramtes“, so Mülln.


25.2.20:

Rinderqual in Fredenbeck – Update

Kaum war die Anzeige raus, begann schon die Vertuschung der Bauern. Die befreundeten Bauern stellten sich natürlich hinter den Täter. Gerüchte und Lügen wurden von Tierhalterkreisen verbreitet.

Der Tierarzt habe gar selbst veranlasst, dass man das Tier nach draußen schleppt und dort im Dreck ohne Futter und Wasser liegen lässt und ohnehin wollte man es ja sofort oder spätestens am nächsten Morgen erlösen. Wenn das stimmt, warum wurde das nicht gleich im Stall gemacht?
Warum erst mal in Qualen illegal nach draußen schleppen?
Wenn das stimmt, warum wurde es nicht spätestens am Freitag gemacht, als das Tier das erste mal außerhalb des Stalles liegend gesehen wurde?

Wenn es stimmt, dass der Tierarzt diese Quälerei auch noch angeordnet hat, dann hat sich der Tierarzt, der nach Angabe der Polizei ein Nachbar ist ebenso strafbar gemacht.
Wir zeigen den Typen auch mal gleich an.