Wenn der Wind Deine Kapuze streift

 

Bild könnte enthalten: Text

Ein dunkler Käfig, panische Augen überall
Grausige Schreie künden von unbeschreiblicher Not
Der Gestank von Zigaretten und billigem Fusel klebt in der Luft
Doch überlagert er nicht den zähen Duft vom Tod

Die Tür schlägt auf, ich hör mich leise wimmern
Ich zittere, kann mich vor Angst kein Stück bewegen
Dann schneidet eine Schlinge in meinen Hals
Und zieht mich gnadenlos dem Tod entgegen

Der Schlag trifft nicht wie von der blutigen Hand geplant
Ich schrei vor Verzweiflung und vor Schmerz
Dann frisst sich das Messer durch mein Fell
Doch bleibt er aus, der letzte Schlag von meinem Herz

Mein Körper brennt, als würden Flammen ihn verzehren
Mein nacktes Fleisch bäumt sich auf, ein letztes Mal
Was von mir bleibt erkaltet neben den Resten meines Bruders
Ein letzter Wimpernschlag erlöst mich von unbeschreiblicher Qual

Ich wünsche von Herzen, Du hörst meine Schreie
Wenn der Wind mein gestohlenes Fell an Deiner Kapuze streift
Ich hoffe, Du ertrinkst in blutigen Träumen
Und wünsche, dass Dich keiner hört, wenn Du in diesen Nächten schreist

(… den Wesen gewidmet, die wegen nutzlosen Bommeln und Pelzbesatz, ihr Leben lassen müssen… Für die Geschundenen und Mißbrauchten, die für Arroganz und Ignoranz sterben.