Besetzung der Schweine Farm in Boxtel (Niederlande) – einige Impressionen der armen Tiere

(ich war nicht dabei, Impressionen und Text via Facebook Teilnehmer)

Gepostet von Heiko Raisch am Donnerstag, 23. Mai 2019

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen und im Freien

Gepostet von Heiko Raisch am Donnerstag, 23. Mai 2019

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen

Gepostet von Heiko Raisch am Donnerstag, 23. Mai 2019

Gepostet von Heiko Raisch am Donnerstag, 23. Mai 2019

Auch wenn es sich noch so anfühlt als wäre es erst gestern gewesen, ist nun gut eine Woche vergangen seit der Besetzung der Schweine Farm in Boxtel (Niederlande).
Damit das Leid der Tiere nicht weiterhin ungesehen bleibt, werde ich hier von den Erlebnissen in Raum Nr. 14 erzählen…

Raum Nr. 14 ist nur ein Raum von vielen, welcher sich auf der Westseite der sehr großen Anlage befindet. In allen Räumen gibt es keine Fenster also auch kein Tageslicht, sondern nur eine kleine Scheibe in der Türe um von Außen durch schauen zu können.
Ich öffne die Tür zu Raum Nr. 14, wodurch mir sofort ein ohrenbetäubendes quieken entgegen kommt und ich bemerke schnell das dort die Kinderstation ist. Es sind mehrere kleine Abteile, die mit ca 30 Ferkeln pro Box völlig überfüllt sind. Die Wasser – spender sind genauso wie die Futtertröge allesamt leer und staubtrocken, lediglich eine Stallkette mit einem Gummistück daran, was als „Spielzeug“ dienen soll, ist zu sehen. Es ist sehr heiß und unbeschreiblich stickig, man kann kaum Luft holen und es brennt beim atmen in Nase und Luftröhre, so extrem stark riecht es nach Kot und Urin.

An den Wänden sind Blutspritzer zu sehen, die Tiere sind überall am Körper mit Kratz.- und Bisswunden übersät, einigen sind auch die Ohren und der Schwanz abgeknabbert. Manche Schweine sind farblich markiert, doch was diese Markierungen eigentlich bedeuteten war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Auf dem schmutzigen, engen Gang erkennen wir dann zuerst zwei ausgesonderte Schweine und ich sehe wieder diese Markierungen, die bedeuten das sie aussortiert und dort sich selbst überlassen werden. Weil sie für den Farmer nutzlos sind, müssen sie isoliert von ihren Artgenossen auf dem Flur leben. Sie sind schwer verletzt und es wirkt auf mich so als sind sie kurz vor dem sterben. Die zwei Schweine versuchen uns sofort entgegen zu kommen, jedoch sind ihre Hinterläufe gelähmt und sie können nur auf dem Boden hin und her rutschen. Auf ihren kleinen Körpern sind überall Entzündungen und Wunden zu sehen. Ich setze mich zu ihnen auf den Boden und streichle sie ganz vorsichtig, sie suchen sofort die Nähe und schmusen sich an uns. Dabei merke ich wie heiß ihre Körper sind und mir fällt auf das sie keinen Zugang zu Wasser und Futter haben.

Dann sehe ich plötzlich ganz hinten am Ende des Ganges ein drittes Schwein das dort regungslos auf dem Boden liegt. Während jemand anderes die beiden Schweine erstmal mit Wasser und Futter versorgt und wir auf einen von uns mitgebrachten Tierarzt warten, schalte ich meine Kopflampe an und gehe den Gang ein paar Schritte weiter. Kurz bevor ich am Ende des Ganges bin, versucht das Schwein welches dort zusammen gekauert in der Ecke liegt aufzustehen, doch die Vorderbeine sind so sehr verkrüppelt das nur noch ein robben auf den stark verformten Gelenken möglich ist. Du bist schon mehr als doppelt so groß wie die anderen beiden Schweine, wie lange nur musst du angetrieben von deinem Willen zu leben und dem Drang nach Freiheit schon in dieser Hölle verbracht haben?

Du atmest sehr schwer, bist glühend heiß und zitterst am ganzen Leib, wo überall große Wunden zu sehen sind. Ich gebe dir erstmal Wasser aus meiner Flasche und etwas Futter, da du kurz vor dem verhungern und verdursten bist. Dann lege ich mich zu dir auf den Boden, du drückst deine Nase gegen meine Hände und legst deinen Kopf in meinen Schoß. Ich streichle dich, versuche dich mit meinen Worten zu beruhigen und verspreche dir alles mir mögliche für dich zu tun. Wir verbringen ca 6 Stunden miteinander auf dem Boden und irgendwann schläfst du dann auch ein. Die ganze Zeit über hatte ich die Hoffnung euch retten zu können, doch alle Verhandlungen mit dem Farmer und der Polizei waren vergebens, wir wurden belogen und mussten euch zurück lassen. Es hat mir mein Herz gebrochen dir in die Augen blicken zu müssen und dir zu sagen das ich dich und die anderen dort zurück lassen muss. Es tut mir so sehr leid, aber ich konnte nicht mehr für dich tun als dir Liebe und Mitgefühl zu zeigen und zu versprechen das euer Leid nicht weiterhin ungesehen bleiben wird.
Dein Leben in der Dunkelheit und Enge war geprägt von Angst und Trauer, ausgebeutet und betrogen von Menschenhand. Jetzt in diesem Moment bist du bereits vermutlich schon tot, du bist wie Milliarden andere
Tiere einen qualvollen und sinnlosen Tod gestorben, nur für den Geschmack.

Das Einzige, was diese Industrie so sehr fürchtet, ist die Wahrheit und die Wahrheit ist, was wir enthüllen werden. Nur weil etwas legal ist, ist es nicht gleichzeitig auch richtig. Wenn ein Gesetz dazu da ist um Tierquälerei, Ausbeutung, Unterdrückung, Diskriminierung und Umweltzerstörung zu legitimieren und zu legalisieren, dann ist es unsere moralische Pflicht diese ungerechten Gesetze zu missachten. Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Wenn du das nächste Mal Fleisch oder tierische Produkte kaufst, denk an ihr Gesicht. Denk an ihr Schicksal und an ihr
Leid welches sie deshalb erfahren mussten. Denk an das Leben das sie nie leben konnten, nur wegen deines Geschmacks. In unserer heutigen Gesellschaft ist Fleisch essen keine Notwendigkeit mehr, sondern es ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung für Gewalt, Gleichgültigkeit, Leid und Tod. Und eine Entscheidung gegen Mitgefühl, Liebe, Achtung und Freiheit. Ist das wirklich das, wofür wir als Menschen stehen wollen?

Bitte überdenk zukünftig deine Entscheidung, du hast mindestens drei Mal am Tag die Wahl.
Entschuldige dich nicht, tu etwas!
Iss Pflanzen keine Tiere.
Jetzt umentscheiden: www.challenge22.com

📸 @Meat the Victims NL inside a pig farm.
http://meatthevictimsnl.com/

Jeder hat die moralische Verantwortung, ungerechte Gesetze nicht zu befolgen“ – Martin Luther King Jr.