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An einem der letzten Oktobertage kam ich nach Hause.

Die fallenden Blätter leuchteten in brennenden Farben.

Ich bemerkte sofort,daß die Kühe sehr nah an unserem Haus waren.

Ich bemerkte es schon,bevor ich aus dem Auto ausstieg und hörte es sofort,als ich den Motor abstellte.

Es mußte etwas schreckliches passiert sein.

Ich wurde Zeuge eines einzigen Chaos.

Die Kühe brüllten und stampften schwankend auf der Weide.

Sie rannten in einander und schoben sich gegenseitig in die Zäune.
Das alles geschah 20 m entfernt von meinem Auto.

Dutzende von ihnen standen da mit rollenden Augen,hielten ihre Nasen in die Luft und schrien fürchterlich.

Leider wußte ich nur allzu gut Bescheid woher ihre Verwirrung und ihr Aufruhr kam.

„Sie haben euch eure Babys weggenommen,nicht wahr“ sagte ich und schaute direkt in die traurigen Augen einer Kuh.

Sie fing sofort wieder an die Augen zu rollen und zu schreien.

Mit einem Gefühl der Übelkeit im Bauch ging ich ins Bauernhaus und sprach mit der Bäuerin.
Ihr Name war Maria.

„Deine Kühe sind ja rasend“ sagte ich und man hörte sie bis ins Haus schreien.

Ich hatte so etwas noch nie gehört.

„Wie lange wird das wohl noch weitergehen??“ fragte ich sie.

„Bis morgen“,war ihre Antwort.
„Dann kommen ein paar LKW’s und bringen die meisten von ihnen zum Schlachthof, dann ist wieder Ruhe hier.“

Ich dachte,mein Herz würde zerspringen und ich mußte an den intensiven Moment denken,in dem ich der Mutter Kuh in die traurigen Augen geschaut hatte.

Nichts hat mich jemals mehr zum Handeln gebracht,wie dieser Augenblick,in dem ich Zeuge wurde in West Virginia.

Und nichts war jemals so traumatisch in meinem bisherigen Leben wie dieser Augenblick.

~Valerie Macys~