TV Bericht 20.3.18 ARD 21.45 Uhr

 

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Hier der gestrige Bericht von Report Mainz in der ARD-Mediathek.

Qualvoll gestorben und weggeworfen: Millionen Schweine sterben für den Müll | Startseite | REPORT MAINZ

Mehr als 13 Millionen Schweine verenden noch während der Mast oder werden notgetötet. Ihre Endstation: Die Tierkörperbeseitigungsanlagen. Untersuchungen, die…swr.de

 

Mehr als 13 Millionen Schweine in Deutschland erleben das Ende der Mast nicht. Sie verenden schon vorher oder werden notgetötet. Viele von ihnen haben vor ihrem Tod schwer gelitten.

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Schockierende Fakten über das Tierquälerland Deutschland: 13 Millionen Schweine landen pro Jahr als Sonderabfall in Tierkörperbeseitigungsanlagen

Am 20.03.2018 wurden wieder einmal Millionen von Fernsehzuschauern durch einen Bericht von Report Mainz (ZDF) die Augen geöffnet: In Deutschland, dem Weltmeister im Schweineschlachten, landet pro Jahr fast ein Fünftel der gezüchteten und gemästeten „Borstentiere“ (geschätzte 13 Millionen) nicht im Schlachthaus, sondern in Entsorgungsbetrieben, da die Tiere aufgrund von haltungsbedingten Krankheiten und Verletzungen noch vor der Schlachtung sterben.

Eine genauere Untersuchung der Todesursache durch Veterinär*innen findet in Entsorgungsbetrieben nicht statt, da dies die deutschen Gesetze nicht vorschreiben. Eine Nachverfolgung und Kontrolle jener Schweinemastanlagen, aus denen die gestorbenen Schweine stammen, wird damit – seitens der Gesetzgeber vermutlich gezielt – verhindert, denn diese Tierquäler-Betriebe müssten nach geltendem Recht mit hohen Geldbußen oder mit der Schließung rechnen. Dies wiederum dürfte einer Regierung, der das Wirtschaftswachstum und die eigenen Interessen heilig ist, „nicht in den Kram passen“.

Die Undercover-Videos von Animal Right Watch (ARIWA), die Report Mainz in ihrem Bericht mit dem Titel „Arme Sau“ ausstrahlte, zeigten die schockierende Wahrheit über das Tierleid in deutschen Ställen: Schweine mit tellergroßen Geschwüren und offenen, eitrigen Wunden vegetieren in den eigenen Exkrementen dahin, Tiere mit Lähmungen der Hinterbeinen kauern in dunklen und verdreckten Verließen, verendete Schweine liegen neben ihren Artgenossen oder in den Gängen zwischen den Buchten – für die Tiere ist das die Hölle auf Erden, wie sie nicht schlimmer sein könnte.

Nennen wir die Schuldigen dieser unermesslichen Tierquälerei:

1. Die Schweinemästenden, die bestehende Tierschutzgesetze aus Profitgründen missachten

2. Die Konsument*innen von Fleisch- und Wurstwaren, die das Tierausbeutungssystem durch ihre Kaufentscheidung unterstützen

3. Das Landwirtschaftsministerium, das stets auf der Seite der Agrarindustrie steht

4. Die deutsche Regierung, die über Tierquälereien hinwegsieht, um das Wachstum des Agrarsektors nicht zu gefährden

5. Die Politik des EU-Kommission und des Europäischen Rats, die vorrangig die Interessen der Bauernverbände und Lebensmittelkonzerne vertritt

MdEP Stefan Bernhard Eck wird die Europäische Kommission mit der schockierenden ZDF-Reportage und den aufgedeckten Fakten konfrontieren, die strikte Umsetzung Deutschlands der EU-Kontrollrichtlinien für Nutztierhaltung einfordern und beim Wissenschaftlichen Dienst der EU nachfragen, ob Zahlenmaterial aus Tierkörperbeseitigungsbetrieben in anderen EU-Mitgliedstaaten bekannt sind.

MdEP Eck: “Dass fast ein Fünftel der in Deutschland gemästeten Schweine als Abfall endet, ist ein weiterer Beweis für das Totalversagen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP). Was die Tiere betrifft und das, was wir ihnen antun: Man schämt sich fast, ein Mensch zu sein!“