Patrik Baboumian und sein Dasein

 

Ob moralische Aspekte oder gesundheitliche Gründe – es gibt viele Beweggründe für eine vegane Lebensweise.

In Deutschland leben etwa 1,3 Millionen Menschen vegan und die Anzahl der Veganer steigt stetig. Die regelmäßig wiederkehrenden Lebensmittelskandale, katastrophale Zustände in der Massentierhaltung, Berichte über den voranschreitenden Klimawandel und die Präsenz des Themas in den Medien tragen zu einem Anstieg der Gruppe vegan lebender Menschen bei. Laut der Vegetarierstudie der Uni Jena geben die meisten Veggies als wichtigsten Beweggrund moralische Aspekte an, auf Platz zwei bei der Frage “Warum vegan?” folgen gesundheitliche Gründe.

Außerdem werden jedes Jahr 4,3 Millionen Kühe in der Milch-Industrie durch künstliche Befruchtung in eine “Dauerschwangerschaft” versetzt, damit sie fast ununterbrochen Milch geben. Sie gehen bereits nach wenigen Zyklen in die Fleisch-Produktion über. Die Kälber von Milchkühen werden entweder ebenfalls in der Milch-Produktion genutzt oder bereits nach kurzer Zeit geschlachtet. Die Milch- und Ei-Produktion stehen somit untrennbar mit der Fleischindustrie in Verbindung.

Neben dem Wohl der Tiere geht es bei der Frage “Warum vegan?” auch um das eigene Wohlergehen. Der hohe Fleischkonsum ist eine der Hauptursachen verbreiteter Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu hohe Cholesterinwerte und sogar Krebs. Zahlreiche Studien haben diese Zusammenhänge nachgewiesen. Auch andere tierische Produkte haben aufgrund ihrer Zusammensetzung ähnlich negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Eine vollwertige, pflanzenbasierte Ernährungsform hat dagegen das Potenzial, den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Die meisten Erkrankungen, die auf die Ernährung zurückzuführen sind, können so verhindert werden.