Luna soll nach dem Rasseparagraphen des dänischen Hundegesetzes nun endgültig getötet werden

 

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2010 hielt die Polizei den Besitzer Lunas an, als er mit ihr spazieren ging. Luna ist ein Mischling aus Labrador und Boxer, wurde am 17. März 2009 geboren und von ihrer Familie im Mai 2009 gekauft. 2010 wurde das dänische Hundegesetz mit dem Rasseparagraphen erlassen und die Polizei glaubte, Luna wäre ein „Amstaff“. Der Besitzer hörte nicht mehr von der Polizei.
Die Polizei hat bei einem vor 2010 geborenen Hund die Beweislast zu tragen.
Luna war in diesem Jahr an einem kleinen Vorfall mit einer Dame beteiligt, bei dem es einige angeblich kleinere Kratzer und Prellungen gab. Es gab Zeugen für den Fall, aber die wurden von der Polizei nicht befragt und der Vorfall fällt auch nicht unter den Beissparagraphen.
Nun wurde Luna am 25.April 2017 beschlagnahmt, die Lokalpolizei glaubt jetzt, dass Luna ein „gefährlicher verbotener Hund“ ist, trotz der Tatsache, dass Luna nie in ihrem 8-jährigen Leben jemanden verletzt hat und als ein netter und geselliger Hund unter den Einwohnern und Kindern bekannt ist. Diese haben dies der Polizei geschrieben.
Die Polizei besteht darauf, dass Luna ein „Amstaff“ ist, trotz der Tatsache, dass sie selbst einen Ihrer Veterinäre befragt hat, welcher schreibt.:
„auf Wunsch der Polizei von Kopenhagen verkünde ich, dass der Hund wahrscheinlich ein Boxer-Mischling ist“.
Luna wurde am 25. April 2017 konfisziert, nachdem sie einer Dame zu nahe kam, weil diese weder Luna noch ihre Besitzer gesehen oder gehört hatte. Die Dame hatte Kratzer an der Brust und der behandelnde Arzt schrieb eindeutig, dass es KEIN Skambid ( = schwerer Beißvorfall) war, da die Kleidung der Dame keine Löcher hatte und die Zähne von Luna mit der Haut der Dame nicht in Berührung gekommen sind.
Obwohl Fair Dog um eine Begutachtung des Hundes gebeten hatte, ließ die Polizei Luna nicht von einem Hundesachverständigen begutachten.
Auch Zeugen, die bei dem Vorfall anwesend waren, wurden nicht gehört. Trotzdem wurde nun endgültig beschlossen durch die Reichspolizei, dass Luna getötet werden soll.
Der Fall wurde am 3. Juli 2017 der Reichspolizei vorgetragen. Am 05. Juli, über 3 Monate nach der Beschlagnahmung, wurde Luna’s Verhalten als nicht gefährlich oder aggressiv beurteilt.
Die Polizei hat beschlossen, diese Begutachtung zu ignorieren und hat nach wie vor die Zeugen nicht angehört.
Heute kam die neue Entscheidung, dass die Polizei Luna als gefährlich ansieht und dass Luna getötet werden müsse.

Ein absurder und erschreckender Fall, wie diktatorisch die Polizei sich in Sachen Hundegesetz verhällt. Hier wird eindeutig nach dem Motto agiert: greift der Beissparagraph nicht, dann nehmen wir den Rasseparagraphen und umgekehrt – Hauptsache wir können den Hund umbringen.Gutachten werden ignoriert, rechtsstattliche Prizipien der Prozessführung wie Zeugenbefragung nicht mehr durchgeführt.
Es wird immer schlimmer in Dänemark und die Befürchtungen, die diese Seite seit 2010 hegt, treffen in vollem Umfang zu.