Thema „Stalleinbrüche“

 

Hilal Sezgin

Die aktuelle Ausgabe von „LANDWIRT Die Fachzeitschrift für die bäuerliche Familie“ berät, was zu tun ist, wenn ein Landwirt bemerkt, dass nachts Rechercheure in seinem Stall gewesen sind. (Wobei sie das, soweit ich weiß, so gut wie nie bemerken – wie auch? Es wird ja nichts beschädigt, bloß gefilmt). Die Zeitschrift empfiehlt, die Polizei zu rufen, warnt allerdings auch:
„Seien Sie sich bewusst, dass die Polizei – gegebenenfalls mit einem Mitarbeiter des Veterinäramts – auch in den Stall gehen wird. Vor dem Anruf bei der Polizei sollte also kritisch reflektiert werden, was die Beamten im Stall sehen werden.“ Es könne sein, „dass Umstände von den Beamten wahrgenommen werden, die für den Stalleigentümer von Nachteil sind.“
Ich nehme mal an, dass da wohl eher nicht die dreckigen Gummistiefel oder der Pornokalender gemeint sind. Eher die eine oder andere siechende Sau, Tiere mit unversorgten Wunden, zu eng besetzte Stallabteile oder Säcke mit Antibiotika, deren großzügige Verwendung nicht allzu genau dokumentiert wurde.