Umweltausschuss entscheidet über Antrag auf Wildtierverbot in Zirkussen

 

SPD STIMMT GEGEN DAS EIGENE WAHLPROGRAMM UND VERHINDERT EIN BUNDESWEITES „WILDTIERVERBOT“

Jahrelange Versprechungen, ein „Wildtierverbot“ zu unterstützen, hat die SPD heute gebrochen und die Bemühungen sämtlicher Tierschutz – und Tierrechtsorganisationen mit Füßen getreten, indem sie zusammen mit ihren Koalitionspartnern CDU/ CSU gegen ein bundesweites „Wildtierverbot“ gestimmt hat.

Deutschland ist auf dem besten Weg, bald europäisches Schlusslicht in Sachen „Wildtierverbot“ zu sein und mutiert immer mehr zum Sammelbecken all jener Zirkusunternehmen und Dompteure, die in unseren Nachbarländern nicht mehr auftreten dürfen.

Man muss sich nicht wundern, wenn die Bevölkerung immer politikverdrossener wird.

Wir selbst sehen dies jedoch als Aufforderung, jetzt erst recht auf die Straßen zu gehen, um darüber zu informieren, dass Tiere nicht in den Zirkus gehören.
Ganz nach dem Motto:
Dieser „Rückschritt“ gibt uns Kraft zum Anlauf nehmen!

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SPD-Bundestagsfraktion #Wildtierverbot #Deutschlandmachtsichlächerlich

Umweltausschuss entscheidet: Bundestag: Kein Verbot von Wildtieren im Zirkus – Abendzeitung München

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Tierfreund_innen deutschlandweit bangen, Tierschützer_innen appellieren an Politiker_innen! #CircusOHNE

München/Berlin, 20. Juni 2017 – Am anstehenden Mittwoch, den 21. Juni, stimmt der Umweltausschuss des Bundestags über einen Antrag einiger Politiker_innen sowie der Partei DIE LINKE für ein bundesweites Wildtierverbot für Zirkusse ab. Bereits 2003, 2011 und auch 2016 forderte der Bundesrat ein Verbot bestimmter Wildtiere, die Bundesregierung zögert jedoch weiterhin. Immer mehr Kommunen nehmen sich der Thematik daher selbst an, indem sie Zirkusunternehmen mit Wildtieren auf ihren kommunalen Flächen verweigern. Mit Rückenwind. Denn die Mehrheit der Bevölkerung steht laut repräsentativer Umfragen hinter einem Verbot. Auf dass deren Anliegen endlich von der Bundesregierung aufgegriffen wird, appelliert die bundesweite Tierrechtsorganisation AnimalsUnited nun offiziell an Ausschussmitglieder und Parteifunktionär_innen, dem Antrag am Mittwoch zuzustimmen. Mit Spannung erwarten Tierfreund_innen deutschlandweit die Entscheidung.

+++ Kurzer Umriss der Sachlage: Bereits 2003 und 2011 stimmte der Bundesrat Entschließungsanträgen zu, die ein Haltungsverbot für bestimmte wild lebende Tierarten in Zirkusbetrieben forderten. Beiden Initiativen wurde von Seiten der Bundesregierung jedoch nicht entsprochen. Seit März 2016 liegt dieser ein weiterer Antrag zur Prüfung vor, bisher jedoch ohne Reaktionen. Die Haltung der Bundesregierung steht etlichen Ländern deutschland- und weltweit hinterher. Der eigene Anspruch, in Sachen Tierschutz eine internationale Vorreiterrolle sein zu wollen, wird damit nicht erfüllt. Innerhalb der Europäischen Union haben inzwischen 18 Länder die Haltung von Wildtieren in Zirkussen verboten oder deutlich eingeschränkt. Auch außerhalb der EU gibt es immer weniger Wildtiere in Zirkussen. Dabei schätzt selbst die Bundesregierung offiziell Zirkusse mit Tieren als sehr kritisch ein (vgl. Bundestagsdrucksache 17/10572), dennoch wird jede Initiative von einigen wenige Politiker_innen blockiert. Am morgigen Mittwoch, den 21. Juni 2017, will nun der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in der Sitzung von 9:30 bis 13:00 Uhr über den neuen Antrag der Abgeordneten Birgit Menz, Eva Bulling-Schröter, Caren Lay sowie weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE unter Tagesordnungspunkt 19 zum „Verbot der Haltung wild lebender Tierarten in Zirkussen“ abstimmen. Es ist zu befürchten, dass der Antrag von den Ausschussmitgliedern abgelehnt wird.

+++ Viktor Gebhart, ANIMALS UNITED e.V.: „Die Bundesregierung selbst hat in ihrer Begründung zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes eingeräumt, dass für bestimmte Tierarten ein Verbot erforderlich sei. Sie hat darin selbst anerkannt, dass die vorliegende Faktenlage darauf hinweist, dass eine tierschutzgerechte Haltung unter den Bedingungen reisender Zirkusse nicht realisierbar ist und den Bedürfnissen der Tiere nicht ausreichend nachgekommen werden kann. Diese Einschätzung wird von Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen untermauert, die bestätigen, dass vielen Zirkussen eine artgerechte Haltung misslingt. Dennoch zögert die Bundesregierung, ein bundesweites Wildtierverbot zu erlassen, um dem Leid der Tiere endlich ein Ende zu setzen. Für uns ein politischer Skandal!“

„Die bisher geltenden Leitlinien für die Haltung von Tieren in Zirkusbetrieben sind eine Farce. Deutschland ist weitestgehend ein rechtsfreier Raum für Tierzirkusse. Mit Sicherheit werden im Ausschuss wieder die Einwände kommen, ein Wildtierverbot sei ein Eingriff in das Recht auf freie Berufswahl und der Zirkus mit Tieren sei Tradition. Dabei hat selbst die Bundesregierung bereits erklärt, dass das Gemeinwohl, im konkreten Fall der Schutz der Tiere, höher stehe als das Recht auf Berufsausübungsfreiheit. Und auch Tradition ist kein Muss sondern eine Abwägungssache. Der Schutz leidender Lebewesen muss auch hier Priorität haben. Lokale Verbote schaffen keine nachhaltige Abhilfe, es braucht eine einheitliche bundesweite Regelung. Wir appellieren daher an den tagenden Ausschuss, endlich ein Zeichen zu setzen und den Stein ins Rollen zu bringen.“

+++ Hintergrund: Rund 1.500 Tiere, darunter etwa 900 Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Löwen und Tiger, fristen ihr Dasein in deutschen Zirkussen. Sie leiden unter den ständigen Transporten in engen Zirkuswagen und dem Stress in der Manege. Viele zeigen deutliche Verhaltensstörungen oder sind krank. Die Europäische Tierärztevereinigung, die Bundestierärztekammer sowie der Bundesrat haben sich bereits mehrfach für ein Wildtierverbot im Zirkus ausgesprochen. Ebenso die Mehrheit der Deutschen in repräsentativen Umfragen. Viele sind gar gegen jeglichen Tiereinsatz. Die Bundesregierung verharrt weiter tatenlos. Immer mehr Kommunen entscheiden sich daher eigenständig für lokale Verbote, die immer wieder von Zirkussen angefochten werden. Eine bundesweite Regelung ist daher unabdingbar, um dem Tierschutz endlich Rechnung zu tragen.

Der Verein ANIMALS UNITED hatte erst im vergangenen Jahr den letzten Zirkusbären Deutschlands befreit und im Februar diesen Jahres mit rund 650 Menschen Deutschlands bisher größte Demonstration für einen Zirkus ohne Tiere in München abgehalten. Auch Prominenz hat sich den Bemühungen des Vereins bereits angeschlossen. Darunter Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke, mit dem die Tierrechtsorganisation ein Kampagnen-Motiv realisiert hat. Mit ihrem offiziellen Aufruf an die tagenden Ausschussmitglieder sowie die Parteispitzen wollen sie diese motivieren, als ersten Schritt ein Wildtierverbot auf den Weg zu bringen, auf dass eines Tages allen Tieren das Leid in der Manege erspart bleibt.


+++ Schreibt den Politiker_innen JETZT: www.facebook.com/events/141593263076793

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