„Ich kaufe nur vom Bauern nebenan!“

 

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Dieses Argument fällt fast zwangsläufig irgendwann, wenn über die Nutzung von Tieren in unserer Gesellschaft und dem Ablehnen bzw. dem Verteidigen vom Konsum tierischer Produkte diskutiert wird.

Jene Menschen, die dieses Arguement verwenden, erliegen leider einem grundsätzlichen Denkfehler. Denn jede Tieranlage ist für irgendwen, irgendwo ‚regional‘. Das ändert halt nur nichts daran, dass diese Tiere unter den Produktionsbedingungen in intensiven Tieranlagen unendlich leiden, und dass jedes dieser Tiere am Ende getötet wird. Selbst jene Skandalanlagen, diese angeblichen ‚Einzelfälle‘ waren regionale ‚Produktionsstätten‘ für eben diese Menschen, die im Dorf nebenan gewohnt haben.

Nur weil ein Betrieb vermeintlich bekannt ist, der Bauer vielleicht beim morgendlichen Spaziergang mit dem Hund gegrüßt wird, heißt das nicht, dass die Tiere in diesem Betrieb weniger Leid ausgesetzt sind.

Dementsprechend: Erspart uns endlich(!) diese Pseudo-Argumente und lasst und endlich(!) über den Grundsatz sprechen. Jedes dieser Tiere leidet und stirbt einzig und allein für einen rein egoistisch motivierten Nutzen für den Menschen. Eine einvernehmliche Ausbeutung von Tieren GIBT ES NICHT, auch nicht beim ‚Bauern‘ nebenan. Und dort sind die Haltungsbedingungen auch nicht anders, als für das Fleisch in der Supermarkttheke. Warum nicht? Weil es nun einmal industrielle Standards gibt. Diese schließen bsplw. für Schweine folgendes ein: Spaltenboden, unerträgliche Luftbedingungen, betäubungslose Kastration, Kastenstände und ‚Ferkelschutzkörbe‘ für die Muttersauen, hohe Ferkelverluste, Zähneabschleifen (natürlich betäubungslos), Schwänze kupieren (ihr wisst…: betäubungslos) usw.

Zur Anschauung übrigens ein Bild von einem Betrieb, der VOLLKOMMEN legal agiert. Jeder Mensch der Fleisch verzehrt und konsumiert, rechtfertigt durch den dadurch konstatierten ‚Nutzungsanspruch des Menschen an Tieren‘ solche Haltungsbedingungen. Nur eine grunsätzliche Abkehr von diesem Gedanken kann die Tiere irgendwann vor diesem Schicksal bewahren.