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Schon früh im Leben lernen wir, dass es das Normalste auf der Welt ist, Fleisch, Fisch, Milch, Käse und Eier zu essen. Uns wird erzählt, dass wir all das unbedingt brauchen, um groß und stark zu werden und gesund zu bleiben. Weil wir das ständig von allen Seiten (Familie, Schule, Hausarzt, Medien, …) hören, und weil ja fast alle unsere Bezugspersonen ebenfalls ganz selbstverständlich Tiere essen, verinnerlichen wir dieses Diktat als sei es eine sorgsam recherchierte Wahrheit. Wir realisieren nicht, dass unsere Meinung gar nicht auf Tatsachen beruht, sondern auf unablässiger gesellschaftlicher Indoktrination.

Werden wir dann irgendwann mit der Idee konfrontiert, dass der Tierkonsum vielleicht nichts weiter ist als eine (äußerst üble) Gewohnheit, die wir uns vor allem aus ethischen und ökologischen Gründen schleunigst wieder abgewöhnen sollten, begeben wir uns reflexartig in den ‚Ja-aber-Modus‘ und reagieren mit heftigem Widerstand. Aufgrund unserer lebenslangen Konditionierung ist es für uns kaum vorstellbar, dass es eine einfach zu praktizierende, attraktive Alternative zu unserem bisherigen Verhalten geben könnte, das seit vielen Jahren unseren Alltag bestimmt. Undenkbar, dass die Alternative mindestens ebenso lecker sein könnte und unser Leben sogar immens bereichern, anstatt uns Verzicht abzuverlangen.

Diese sozial verordnete, erlernte Ignoranz können wir überwinden, wenn wir unsere Scheuklappen ablegen, die Fakten akzeptieren, unser Herz für das Leid der Opfer öffnen und einfach beginnen zu HANDELN. Wenn wir tatsächlich im Alltag ERFAHREN, wie simpel die Alternative zu unserer bisherigen Gewohnheit funktioniert, werden wir sehr schnell entscheiden, nie wieder zum alten Modus zurückzukehren und voller Scham bedauern, erst so spät im Leben diese wichtige und völlig logische Entscheidung getroffen zu haben.