Wurst hat kein Gesicht

 

„Das Tier und sein Leben werden hinter seinen Einzelteilen versteckt“

Können wir guten Gewissens Fleisch essen und tierquälerische Massentierhaltung tolerieren, weil wir die geschlachteten Tiere nicht persönlich kennen?
Herr Maier……. kann, der Schlachter erledigt es. In der modernen Gesellschaft sind wir von der Notwendigkeit befreit, selbst schlachten zu müssen. Das Gewissen vieler Fleischesser wird dadurch geschützt. Die einhergehende Anonymität unserer Wurst bietet dem Verantwortungsbewusstsein zusätzlichen Unterschlupf: Halbe Hähnchen, sauber geschnittene Salami-Scheibchen, portionierte Filetstücke – die zerlegte Massenware versteckt das Tier hinter seinen Einzelteilen. Die barbarischen Bedingungen, unter denen es bis zu seiner Hinrichtung gelebt hat, sind längst abgetrennt.

„Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns Taub macht für ihre Schreie“