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Ich bin stumm, doch mein Herz schlägt,
ich bin das Nichts, das alles erträgt.
Ich hab‘ keine Stimme, ich weine stumm.
Ich wispere lautlos fragend „Warum?“

Geboren in grellem Neonlicht
nach meinem Namen fragte man nicht.
Getrennt von der Mutter, alleine im Stall,
keiner war da, ihr wart überall.

Wir sind die Nummern hinter Gittern die Kälte hier,
sie lässt uns zittern. Wir sind stumm,
doch haben ein Herz und fühlen
genauso wie ihr den Schmerz.

Ich, die Nummer zweihundertzehn,
muss in der Schlange des Todes anstehen.
Vor mir ein Mann mit glänzender Hand
wer wird mich vermissen, wer hat mich gekannt?

Als ich an der Reihe bin schreie ich laut,
doch keiner hört hin.
Ich rufe um Hilfe in meiner Not,
vor mir Blut, hier riecht es nach Tod.

Ich habe Angst, die Augen groß,
er versetzt mir den tödlichen Stoß.
Mein warmes Blut fließt den Hals herab
ich lande in einem Edelstahlgrab.

Das Licht vor mir wird immer heller,
mein Herz es schlägt nicht mehr und schneller.
Er hat mich erlöst aus meiner Qual
komm ich nach Hause dieses mal?

Ich bin stumm doch mein Herz schlägt,
ich bin das Nichts, das alles erträgt.
Ich hab‘ keine Stimme, ich weine stumm.
Ich wispere lautlos fragend „Warum?“