„Eisenarme-Delikatesse“

 

Das ist es, was Du jeden Tag in Auftrag gibst!

Wenige Tage nach seiner Geburt wird das „Jungtier“ von seiner Mutter getrennt und in die „Mastanstalt“ transportiert, wo es mit Medikamenten vollgepumpt wird und als Nahrung fortan einen Magermilchtrunk erhält, der zu Durchfällen und allmählichem Austrocknen führt. Das Tier erhält aber kein Wasser, es soll durstig auf den zunehmend mit Nährstoffen angereicherten Milchpudding bleiben, den man auf 38 Grad erwärmen muß, um weitere Durchfälle zu vermeiden. Die Folgen: Die Tiere schwitzen beim „Essen“, Juckreiz tritt auf, so daß die Tiere sich mit der Zunge zu lecken beginnen dabei geraten die ausgerissenen Haare in den Pansen und bilden Fäulnis und Giftstoffe.

Das alles geschieht, damit die Kälber jeden Tag mehr als ein Kilogramm zunehmen. In den Milchpudding wird nur sehr wenig Eisen gemengt, damit die Tiere blutarm bleiben und ihr Fleisch später auf dem Tisch schön weiß aussieht. Schwere Atembeschwerden und Kreislaufstörungen stellen sich ein doch man kann sie vernachlässigen, denn bald schon wird das Kälbchen seinen Sarg aus vier Brettern verlassen, um mit Hunderten anderer Unglücklicher im städtischen „Schlachthof“ „angeliefert“ zu werden. In seinem ganzen Leben hat es nie eine Weide betreten, es hat nie mit seinesgleichen gespielt und getollt, es hat nie den Himmel und die Sonne gesehen. Sein Leben war eine einzige Qual, die den „Züchtern“ und „Tierhaltern“ indessen als so „erfolgreich“ gilt, daß sie unter dem Konkurrenzdruck der EU-Marktrichtlinienordnung inzwischen zur Standardmethode auf den existenzbedrohten Höfen zählt und als geradezu vorbildlich in die Länder der Dritten Welt exportiert wird.

Und so geht es allen „Nutztieren“. Allein in der Bundesrepublik vegetieren mehr als 250 Millionen von ihnen auf diese Weise dahin