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Fair Dog.dk – Deutsch

(Aktualisiert: 21.12.2016)
2012 Heiligabend
beendeten die dänischen Behörden das Leben dieses kleinen, nur sieben Monate alten, süßen Kerls. Er starb nur, weil er vermutlich der falschen Rasse angehörte. „Paco“ war noch ein Welpe, hatte niemandem etwas getan und sein Leben noch vor sich.

April 2015 sollte „Zanto“
in Dänemark aus dem gleichen Grund eingeschläfert werden. Sein Herrchen „Dan“ konnte dies nicht verkraften und nahm sich das Leben. Der erste bekannte Fall von Suizid, der offensichtlich im Zusammenhang mit dem grausamen dänischen Hundegesetz steht. Gemeinsam wurden sie begraben, nachdem die Familie „Zanto“ einschläfern lies, um ihm den Aufenthalt in einer Hundepension zu ersparen. Letztendlich war auf Grund der Aktenlage die behördliche Einschläferung ohnehin nicht abzuwenden. Dan konnte nicht beweisen, das „Zanto“ kein Hund einer verbotenen Rasse war.

Aktuell sitzt „Nugga“
noch immer in der Pension. Dank einer großartigen Spendenaktion in Deutschland und Dänemark, sowie unseren Mitgliedern und Freunden im übrigen Europa, konnte der Fall in Dänemark vor Gericht gebracht werden. Bis heute haben wir noch keinen Termin und der Hund und seine Familie leiden weiter. Das Herrchen von Nugga verstarb inzwischen an einem gesundheitlich bedingten Anfall. Nugga hat dies immer angezeigt, sodass dem Herrchen Hilfe zu Gute kommen konnte. Nugga war wegen der Beschlagnahmung nicht bei ihm. Das Todesurteil für den halter…..
Voraussichtlich neuer Verhandlungstermin:
Irgendwann in 2017 oder nach dem Fall von Frigg und Marley

2016:
auch in diesem Jahr mussten wieder viele Hunde ihr Leben lassen. Darunter Nala, die ihre Welpen gegen einen anderen Hund verteidigte, wobei der kleinere Hund ums Leben kam. Wir berichteten. Die Welpen mussten kurz nach der Geburt ohne die Hündin aufwachsen. Sie wurde auf Grund des Beißparagrafen eingeschläfert, obwohl sie nur ein für Hunde typisches Verhalten mit tragischem Ausgang zeigte.

Zwei weitere Fälle stehen noch immer an:
Das Todesurteil gegen Frigg und Marley wurde im November vom Landgericht in Kopenhagen bestätigt, obwohl während des Gerichtsverfahrens alles dagegen sprach. Die Halter sind zusammen mit Fair Dog in die Berufung vor dem obersten Gerichtshof in Dänemark gegangen. Beide Hunde sind angeklagt auf den Verdacht einer verbotenen Rasse. das Gericht konnte nicht ausschließen, dass die Mischlinge nicht zu 100% aus Rassen bestehen, die nicht zu den in DK verbotenen gehören. Als Beweise galten unter anderem die hängenden Ohren! Ein Warnhinweis für alle deren Hunde hängende Ohren haben und in DK eingeführt werden. Zur Erinnerung: Das Hundegesetz gilt auch für Urlauberhunde!

Ein weiterer Fall bewegte uns als wir praktisch über Nacht um Hilfe gebeten wurden. Fair Dog Deutschland erhielt aus Dänemark die Information, das ein deutscher Urlauberhund beschlagnahmt wird. Paul sollte nach dem Willen der dänischen Polizei auf Grund des Skambid (Beiß)paragrafen eingeschläfert werden. Paul. Der erste aktenkundige Fall einer drohenden Einschläferung eines Urlauberhundes! Paul konnte gerettet werden und ist nun sicher. Die Akten des Verfahrens sind noch immer nicht geschlossen, Paul wird aber nichts mehr passieren.

Wir können diese Grausamkeiten nicht begreifen und werden nicht nachlassen, in ihrem Andenken und das weiterer tausender Hunde, die in Europa auf Grund ihrer Rassenzugehörigkeit stigmatisiert oder getötet wurden und werden, gegen diese Gesetze weiter zu kämpfen. Gerade wegen solcher Ereignisse kommen bei vielen aktiven Tierschützern, Mitstreiter/innen und Organisationen diese Erlebnisse immer wieder hoch.

Deshalb:
R.I.P. kleiner Kerl „Paco“ und „Zanto“, grüßt alle anderen Hundeseelen von uns! Wir haben sie nicht vergessen und werden weiterhin zusammen mit unserem dänischen Vorstand und unseren Vereinsmitgliedern in Europa für die Abschaffung des dänischen Hundegesetzes kämpfen!
Auch 2017 wird Fair Dog auf vielen Veranstaltungen vertreten sein und zusammen mit anderen Vereinen und Organisationen diesen Hunden eine Stimme geben!