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Letzte Woche entschied die Staatsanwaltschaft Münster das Strafverfahren gegen Johannes Röring wegen Verstoß gegen das Tierschutzgetz einzustellen. Mit der Begründung: die Verletzungen der Tiere wären „Begleiterscheinungen der – legalen – Massentierhaltung“.

Damit wird bestätigt, dass massenhaftes und erhebliches Tierleid rechtlich legitimiert und nicht nur Resultat von Rechtsverstößen ist. Dies Irae nahm das zum Anlaß für diese großartige Plakataktion in Münster.

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Diese Bilder sind verstörend.
Ebenso wie deren Herkunft: Vom Bauernhof des Bundestagsabgeordneten und Landwirtschaftsfunktionärs Johannes Röring.

Panorama berichtete über seinen Fall: http://bit.ly/Missstand
Besonders pikant: Röring erwirkte mit juristischen Mitteln, dass die Bilder von seinem Hof nicht mehr im Beitrag zu sehen sind.

Heute waren die Bilder an 30 Orten in Münster zu sehen. Dort entschied die Staatsanwaltschaft nun, dass die Zustände lediglich die „Begleiterscheinungen der legalen Massentierhaltung“ seien. Die Sachverständigen aus dem Panorama-Beitrag sehen das jedoch anders.

Diese offensichtliche Fehleinschätzung der Staatsanwaltschaft war Anlass dieser Intervention. Ich möchte auf den himmelschreienden Skandal aufmerksam machen, dass die Zustände in Rörings Schweinemast vorschriftsmäßig sein sollen.

Zustände wie bei Röring sind die Normalität und werden regelmäßig von Recherche-AktivistInnen vorgefunden sowie in den Medien thematisiert. Wie kann es sein, dass diese Zustände in unserer Gesellschaft noch hingenommen und sogar durch Gesetze und Verordnungen legitimiert werden?