Tierschutz-Ministerium toleriert illegale Tiertransporte

 

Verdeckt aufgenommene Videos zeigen Brutalität beim Umgang mit Kälbern: zahlreiche Anzeigen

TierschützerInnen filmten heimlich Verladungen von Milchkälbern in der Steiermark. Die dem VGT zugespielten Aufnahmen zeigen den brutalen Umgang mit diesen Tierkindern. Die zahlreich auf den Filmen dokumentierten
Gesetzesübertretungen wurden vom VGT zur Anzeige gebracht.

Darüber hinaus enthüllten die Nachforschungen in diesem Fall aber einen viel größeren Skandal: Bereits 2009 informierte die EU-Kommission die Mitgliedsländer und damit auch Österreich, dass die Tränksysteme in den Transportern nicht zur Versorgung von Kälbern geeignet sind. Für Kälber sei daher laut EU-Recht unter diesen Bedingungen nur eine maximale Transportdauer von 8 Stunden zulässig. Trotz dieser rechtlichen Situation und trotzdem nach wie vor keine geeigneten Tränksysteme existieren, rollen Kälber-Ferntransporte mit über 8 Stunden Transportdauer illegal durch Österreich, ohne dass das Tierschutzministerium Maßnahmen setzen würde, um hier rechtsstaatliche Zustände herzustellen.
Verdeckte Aufnahmen zeigen Gesetzesübertretungen

Im Herbst 2016 gelang es TierschützerInnen, Kameras an einem Tiertransporter zu montieren, der auf einer Route durch die Steiermark an verschiedenen Sammelplätzen und Milchbetrieben Kälber abholte. Die Aufnahmen zeigen brutal durchgeführte Verladungen. Es ist offensichtlich gängige Praxis, die Tiere am Kopf oder den Ohren zu ziehen und ihnen den Schwanz schmerzhaft zu verdrehen. Beides Maßnahmen, die explizit tierschutzrechtlich verboten sind. Darüber hinaus sind auch Tritte und Schläge auf den Aufnahmen dokumentiert. Auffallenderweise vor allem in Bereichen, die von außen uneinsichtig sind.

Tierschutz-Ministerium toleriert illegale Tiertransporte

Verdeckt aufgenommene Videos zeigen Brutalität beim Umgang mit Kälbern: zahlreiche Anzeigenvgt.at