Pressemeldung: Tierrechtler_innen erobern die Münchner Innenstadt und setzen sie ganze 9 Stunden am Stück an 5 Orten in Entsetzen und Staunen!

 

Am vergangenen Samstag, den 1. Oktober 2016, übernahmen Tierrechtler_innen der bundesweiten Tierrechtsorganisation AnimalsUnited mit Sitz in München die Münchner Innenstadt. Mit einem 9-stündigen Protest-Marathon an den Hotspots der Stadt sorgten sie anlässlich des Welttierschutztages am heutigen Dienstag für ordentlich Aufmerksamkeit. Kaum ein_e Stadtbesucher_in konnte an ihnen vorbei. Vom Marienplatz über den Rindermarkt bis hin zum Odeonsplatz kam es zu Menschenansammlungen, wenn die Aktivist_innen die nächste kreative Aktion angingen. Mit Kunstblut, Reden, aufsehenerregenden Inszenierungen, mitreißender Musik und liebevollen Details zogen die Tierschützer_innen am letzten Wiesenwochenende nicht nur die Blicke der Stadtbummelnden auf sich, sondern auch die etlicher Tourist_innen, die sich von dem Spektakel begeistert zeigten.

Mit dem neuartigen Demo-Konzept eines Multi-Protest-Tags, an welchem nacheinander an vielen Orten in der Stadt aufsehenerregende Aktionen stattfinden, will der Verein AnimalsUnited die Protestkultur nachhaltig verändern. Nicht nur würden durch mehr Aktionen mehr Menschen mit mehr Themen erreicht, sondern letztere auch nachhaltiger angesprochen, wenn sie an einem Tag in der Stadt an verschiedensten Stellen immer wieder auf Protestgruppen treffen, die sie mit dem Thema Tierrechte konfrontieren. Gesagt, getan und so ging es Samstag um 9.30 Uhr los, mit einer sogenannten Fleischschalenaktion, wo sich die Aktiven blutverschmiert in eine überdimensionale Schale legen, die mit Folie überspannt ist und dabei ein Schild halten, dass „Menschenfleisch“ für 5,99 EUR/Kilo anpreist. Die Idee dahinter: Die Menschen zum Überdenken ihres Fleischkonsums anzuregen und für eine rein pflanzliche Ernährung zu werben, da Fleisch und tierische Produkte immer den Tod unschuldiger Lebewesen, Naturverschmutzung und den Welthunger mitbedingen und der Gesundheit nachweislich schaden würden, so die Aktivist_innen. Die Aufmersamkeit war ihnen gewiss, vor allem als sich tausende Menschen zum Glockenspiel vor dem Rathaus einfanden. Etliche Passant_innen suchten das Gespräch, viele machten Bilder und nahmen Flyer mit.

Nach zwei Stunden zogen die Tierrechtler_innen von AnimalsUnited weiter, um am Richard-Strauss-Brunnen die nächste Aktion einzuläuten. Das Thema diesmal: Tierversuche. Denn auch und gerade München baue sich zur Tierversuchshochburg aus. Und das, obwohl Tierversuche nicht nur extrem grausam, sondern unnötig und deren Ergebnisse größtenteils nicht auf den Menschen übertragbar seien. Das Credo der Redebeiträge vor Ort daher: Forschung ja, Tierversuche nein. Die Aktivist_innen inszenierten in einer schauspielerischen Nachstellung, wie Forscher_innen Tiere malträtieren und letztlich auf einem Müllhaufen wie ausgediente Produkte entsorgen. Das Spektakel sorgte immer wieder für Stau unter den Passant_innen in der Neuhauser Straße, die von den spitzen Schreien der Aktiven angezogen wurden. Nach zwei Stunden war auch hier Schluss.

Um 14 Uhr ging es dann bereits am Rindermarkt weiter, wo sich etliche Aktive einfanden, um das Thema „Haustiere“ in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Denn Weihnachten steht bald vor der Tür und gerade Tiere seien da beliebte Geschenke. Die Tierrechtler_innen wollten daher aufklären, dass die Zucht und der Handel mit diesen oft enormes Leid mit sich bringen und die Aufnahme tierischer Mitbewohner_innen wohl überlegt sein muss. Adoption sei das Schlagwort. Als Kaninchen kostümiert verteilten sie Umarmungen an die Vorbeigehenden, die gerade bei Kindern sehr gut ankamen, die die flauschigen Häschen nicht mehr gehen lassen wollten.

Ein Thema, dass die Aktivist_innen von AnimalsUnited im Anschluss bei ihrer vierten Aktion vor der Oper am Max-Josephs-Platz aufgriffen. Denn nicht nur Kaninchen müssten wegen ihres weichen Fells für Pelzkleidung und -accessoires leiden und grausam sterben, so die Tierschützer_innen. Mit einer nachgestellten Pelz-Häutung schockierten sie die Passant_innen, die den grellen Schreien der Aktivistin nicht entkommen konnten, jedes Mal wenn ihr der Pelz vom Leib gezogen wurde.

Nach zwei Stunden dann der fulminante Abschluss eines anstrengenden aber erfolgreichen Protesttags für die Tierrechtsorganisation AnimalsUnited: Eine zweistündige statische Protestformation zum Thema Tiere im Zirkus. Die Aktivist_innen positionierten sich hierzu eindrucksvoll mitten vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatz. Die steinernen Löwen gaben die perfekte Kulisse für das Anliegen der Tierrechtler_innen, die mit Tiermasken und Schildern einen tierfreien Zirkus forderten, während ein als Zirkusdirektor verkleideter Aktivist mit Peitsche über einer seiner als Tiger verkleideten und in einem Käfig kauernden Kolleginnen thronte. Eine Inszenierung, die etliche Menschen anlockte, vielen Fotos Model stand und den ganzen Tag ein rundes Ende finden ließ.

„Tierrechte sind heutzutage ein viel diskutiertes Thema. Wir wollten mit unserer kreativen Protestreihe an nur einem Tag einige der großen Punkte ansprechen, wo auch heute noch Tiere unter schlimmsten Bedingungen leiden und sterben müssen, um unser aller ungezügelten Konsum zu befriedigen. Wir klärten daher an fünf prominenten Stellen in München tausende Menschen auf, dass es absolut möglich ist, ohne die Ausbeutung von Tieren auszukommen, völlig gleich ob für Nahrungszwecke, unsere Kleidung, Kosmetik- & Hygieneprodukte oder zur Unterhaltung“, so Viktor Gebhart von der bundesweiten Tierrechtsorganisation AnimalsUnited mit Sitz in München. „Dies war der Pilotversuch unserer Innovation eines Multi-Protest-Tags, den wir künftig auf ganz Deutschland ausweiten wollen. Denn wer etwas bewegen will, muss sich bewegen und Mitleid ist zu wenig“.

Der Multi-Protest-Tag wurde im Rahmen unseres 3 1/2-tägigen Treffens unserer deutschlandweiten Aktionsgruppenleiter_innen durchgeführt und diente als Coaching für diese (learning by doing). An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden, die diesen Eventmarathon möglich gemacht haben und daran teilgenommen haben. Es war ein voller Erfolg, wir konnten neue Standards setzen und tausende Menschen erreichen und aufklären. Danke <3

Werdet auch ihr aktiv mit uns für Tiere & ihre Rechte: www.animalsunited.de/was-ihr-tun-koennt