Mein Name ist Hope, meine Mutter gab mir diesen wunderbaren Namen, Sie sagte Ich sei etwas Besonderes für Sie, Sie sagte noch nie hätte Sie ein Kind mit so strahlenden Augen zur Welt gebracht – und so starkem Charakter.

Ich wuchs auf einer konventionellen Schweinefarm auf, um später in der Zucht für die Vermehrung meiner Ferkel mein Dasein zu fristen.

Ich kenne noch die „alten Geschichten“ in denen davon die Rede ist,
das Wir eigentlich über 12 Jahre alt werden können, aber ich denke das werde ich nicht schaffen.
Ich bin jetzt 4 Jahre alt, und fühle mich als überlebe ich kaum den heutigen Tag,
meine strahlenden Augen sind tot geworden, und mein ganzer Körper ist ein einziger Schmerz.

Jeden Tag denke ich, dass Ich kaum noch wahnsinniger werden kann,
und jeden Tag werde ich eines Besseren belehrt.
Dieser Wahnsinn wird nie ein Ende haben – nicht für mich, nicht für meine Schwestern und auch nicht für meine geliebten Kinder.

In dieser Zeit habe ich über 100 Töchter und Söhne zur Welt gebracht, wobei viele von Ihnen kaum den ersten Tag überlebten, ich verbrachte mein gesamtes Leben in Dunkelheit und Schrecken und purer Verzweiflung.

Besamung – Kastenstände und Abferkelbuchten – waren meine einzige Bestimmung solange ich denken kann.
Dort kann ich weder richtig stehen, mich drehen – kann nur sitzen wie ein Hund,
und das ist so schmerzhaft das ich kaum die Worte dazu finde.
Meinen Kindern kann ich kaum Zärtlichkeit zukommen lassen,
oder mich um Sie kümmern – Ich wäre so gern eine bessere Mutter gewesen,
geliebt habe ich Jedes von Ihnen – Sie waren grossartig und hätten so viel Besseres verdient.

Jedes meiner Kinder gab ich den Namen „Hope“ –
so wie auch schon meine Mutter vor mir, denn es gab immer nur einen Gedanken in meinem Kopf, das es meinen Kindern einmal besser gehen wird als mir.
Meine Söhne habe ich nie wieder gesehen, und meine Töchter erfahren neben mir das gleiche Schicksal.
Höre Ihr Schreien und Flehen, und die Scham über mein Versagen, jede Nacht.

Im April wurde ich verladen und zum Schlachthaus transportiert.
Ich konnte nicht mehr, Ich kam dort als ein so genannter „Downer“ an,
denn Ich konnte nicht mehr selbstständig aufstehen oder gehen.

Der Fahrer versuchte mich an den Füßen aus dem Transporter zu ziehen.
„Warum tun Sie mir immer noch so weh – ich habe doch alles für Sie gegeben?“
Der staatliche Veterinärtechniker wurde gerufen und versuchte mich auf einen Karren zu heben, der für die toten Tiere bestimmt war.

Der Wagen hatte keinen festen Boden und Ich verfing mich und brach mir das Vorderbein.
Dann hoben Sie mit Seilen hoch, die unter meinen Körper gelegt wurden und endlos schmerzten, und zogen mich ewig weit zu einem Stall, ich traf auf Drei andere Downer-Sauen die dort, so gut wie tot lagen.

Ich schrie dabei die ganze Zeit vor Angst und Schmerzen – ich schrie mit letzter Kraft um mein Leben, doch Keiner von Ihnen hat sich meiner erbarmt.

Gnade konnte Jemand wie Ich nie erfahren. Jemand wie ich oder Meinesgleichen waren verdammt für alle Zeiten. Doch wussten weder Ich oder meine Vorfahren warum?

Dort verblieb Ich die Nacht – allein mit meinen Schwestern voller Ungewissheit,
unsagbaren Schmerzen und diesem Geruch von Tod und Qual –
Wir wussten das war die letzte Nacht unseres Lebens –
wir schmiegten uns aneinander und fingen ein letztes Mal an zu träumen,
von Erfüllung von Liebe und von Glück und Freiheit.
„Ich werde dich nie vergessen und auch all die anderen, die total unnötig das gleiche Schicksal haben und hatten“