DER SOJA-IRRTUM – MEHR TIERFUTTER ALS TOFU

 

<Der vegane Lifestyle führt zu einem Boom von Sojaprodukten. Keine Grillparty ohne Tofuwürstchen. Klar. Aber sind die Veganer wirklich Schuld an der Abholzung des Regenwalds? Weil wegen ihnen mehr Soja angebaut werden muss? Nein. Das meiste der Sojaernte landet nämlich im Tierfutter.Das mit dem Regenwald wird von passionierten Fleischessern gerne als Argument gegen vegane Ernährung vorgebracht. Ist aber falsch.Tatsächlich landen 75 bis 80 Prozent der Sojaernte als Sojamehl und Sojaschrot in den Futtertrögen von Kühen, Schweinen und Hühnern. Das heißt; für ein Schweinefilet ist mehr Soja nötig als für ein Tofuburger.
Nur sechs Prozent Soja werden Veggi-Food
Der Rest vom Soja wird zwar von uns Menschen genutzt, aber 15 Prozent landen als Öl in Margarine, Bratfetten, oder auch gern in Kosmetika. Nur um die sechs Prozent der weltweiten Sojaernte wird zu Veggi-Produkten wie Tofu, Tempeh, Sojasoße oder Misopaste verarbeitet.
„Für ein Kilo Fleisch muss ich mehrere Kilo pflanzlicher Nahrung ans Tier verfüttern. Also, aus den Sojabohnen könnte man sehr, sehr, sehr viel Tofu herstellen.“>

(DRadio-Wissen-Autorin Verena von Keitz)

Mehr Tierfutter als Tofu · DRadio Wissen

Der Boom veganer Soja-Produkte ist nicht schuld an der Abholzung des Regenwalds. Bis zu 80 Prozent der Ernte landen im Tierfutter.dradiowissen.de