Das Schreien der Ferkel: Wenn Schweine betäubungslos kastriert werden

 

In Deutschland ist das Schwein das beliebteste Tier zumindest auf dem Teller. Meist über Discounter und Supermärkte werden die tierischen Produkte zum Dumpingpreis angeboten. Welchen Weg das Schwein von der Geburt bis in die Kühltruhe im Supermarkt hinter sich legt, wissen die wenigsten oder wollen es nicht wissen. Hauptsache, es schmeckt!
Hinter den Kulissen sieht es allerdings anders aus als im bunten Kühlregal:
Massentierhaltung, Verladung, Transport, Schlachtung. Kein schönes Leben für die Vierbeiner. Der im wahrsten Sinne des Wortes „schmerzhafte Weg beginnt bereits wenige Tage nach der Geburt der Ferkel. Zwischen 20 und 25 Millionen männliche Ferkel werden jedes Jahr kastriert bei vollem Bewusstsein. Grund für diese Tierquälerei: Einige Ferkel entwickeln vor der Schlachtreife den sogenannten Ebergeruch. Der Großteil der Verbraucher kann diesen Geruch beim Fleischkonsum wahrnehmen. Untersuchungen und Umfragen ergaben, dass genau dieses Fleisch keinen Absatz findet. Und wo kein Absatz, da kein Markt. Die Kastration der Schweine findet ohne jegliche Art von Betäubung statt. Bei vollem Bewusstsein werden den Ferkeln mit Hilfe eines Skalpells die Hoden herausgerissen. Kaum vorstellbar, dass solch eine brutale Vorgehensweise in Deutschland gestattet ist. Aber das Tierschutzgesetz enthält viele Sonderregelungen zugunsten der tierquälerischen Massentierhaltung. Getreu dem Motto: Größer, schneller, billiger der Markt bestimmt den Preis. Zeit ist Geld. Die Kastration dauert nur wenige Sekunden. Der Schmerz der Tiere interessiert hier niemanden.“