1,1 Milliarden gegen Nestlé, Kraft & Co.: Kein Fleisch – milliardenschwere Investoren greifen an

 

1,1 Milliarden gegen Nestlé, Kraft & Co.: Kein Fleisch – milliardenschwere Investoren greifen an

Weniger Fleisch, mehr Gemüse – das liest sich wie großmütterliche Ernährungshinweise. Doch es ist auch das Petitum einer Gruppe von…m.manager-magazin.de

Wie cool ist das denn? 40 Großinvestoren mit einer Finanzkraft von 1,1 Billionen (!) Euro drängen auf weniger Fleisch und mehr pflanzliche Proteine. Ganz konkret fordern die 40 Finanzhäuser 16 Konzerne der Nahrungsmittelindustrie in einem Brief auf, ihr Angebot in Zukunft anders auszurichten, weil sie große Beteiligungen dieser Firmen halten und damit Mitspracherecht genießen.

Und welches Interesse haben Pensionsfonds und sonstige Investoren an Veggie-Salami? Ganz einfach: Der extreme Fleischverzehr stellt ein großes Risiko in Form von Klimawandel, Artenverlust und Nutzviehseuchen dar, es drohen massive Produktionsausfälle und Kursverluste.

Nein, das ist keine sonderlich altruistische Denkweise. Aber es könnte einen umso größeren Einfluss haben, denn das ist die Sprache, die man bei Kraft Heinz und Wal-Mart versteht: Ändert das oder wir investieren woanders. Zudem könnten auch andere Investoren dem Beispiel folgen.

Hierbei geht es wohlgemerkt nicht um naive, kiffende Hippies, sondern um nüchtern kalkulierende Finanzprofis. Auch, wenn mir die kiffenden Hippies sympathischer sind, so kann man mit dieser Aktion effektiv den Vorwurf entkräften, die Motive der Vegetarier seien weltfremde Idealisten-Ideen.

Zitat Jeremy Coller: „Die Welt verlässt sich zu sehr auf Farmtierhaltung, um den wachsenden Hunger der Welt nach Proteinen zu stillen. Das ist ein Rezept für eine Finanz-, eine Sozial- und eine Umweltkrise.“

Hoffentlich war dieser Brief nur der Anfang.

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