„Im Shelter Mihăilești – ASPA-Transporter liefert neue Hunde an…“

 

Stefan Bernhard Eck MEP hat 17 neue Fotos zu dem Album

Im Shelter Mihăilești – ASPA-Transporter liefert neue Hunde an…“ hinzugefügt.

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Bericht aus Bukarest / 28.07.2016

Schlag auf Schlag – direkt nach dem Treffen mit Premierminister Dacian Ciolos – ging es in den berüchtigten Shelter Mihăilești, in dem in den letzten Jahren zigtausende Streunerhunde auf lebensverachtende Art und Weise getötet wurden. Mihăilești ist ein Synonym für die rumänischen Hundemassaker; ein Shelter, den MdEP Eck schon lange mit eigenen Augen sehen wollte.

Um dem überraschenden Besuch eines Abgeordneten des Europäischen Parlamentes – außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten – noch mehr Nachdruck zu verleihen, hatte man zusätzlich einen Abgeordneten des Stadtrates von Bukarest (darüber später mehr) zu diesem Shelter bestellt. Durch das Erscheinen des EU-Abgeordneten Stefan Bernhard Eck in Begleitung eines Bukarester Stadtrates verunsichert (auch das zuvor stattgefundene Gespräch mit Premierrminister Ciolos wurde direkt erwähnt), wurde von den Angestellten der ASPA sowohl die Kontrolle des Shelters als auch das Fotografieren der gesamten Anlage widerspruchlos hingenommen.

Fast gleichzeitig mit dem Beginn der Besichtigung fuhr ein ASPA-Transportwagen vor, der mit sichtlicher Nervosität von dem leitenden Anstellten der Anlage in den hinteren Teil des Shelters geschickt wurde. Ohne irgendwelche Einwände abzuwarten, folgten Stefan B. Eck, Claudiu Dumitriu und Sandra Gabriel dem Lieferwagen und wurden Zeuge, wie 12 eiserne Käfige mit Hunden entladen wurden. Vermutlich waren sie am Vormittag eingefangen worden. Mehrere Angestellte der ASPA untersuchten die Hunde mit einem Chip-Lesegerät und trugen das Einlieferungsdatum und den Fundort in eine Liste ein, bevor die Tiere in die winzigen (1,5 Quadratmeter) Zwinger ohne Auslaufmöglichkeit im Außenbereich des Shelters gesperrt wurden.

MdEP Eck bemängelte vor allem die Enge der Zwinger und die scharfkantigen Metall-Sichtblenden an einigen Käfigen, die zum Teil bereits angenagt waren und an denen sich die Hunde Verletzungen des Mundraumes und der Pfoten zugezogen haben können.

Beim Gespräch am Ende der Führung wurde dem EU-Abgeordneten durch die ASPA-Mitarbeiter des Shelters mitgeteilt, dass die Tötungen eingestellt und vorerst auch keine weiteren geplant seien. Die Hunde würden bis zur Adoption oder Rücknahme durch ihre Besitzer*innen im Shelter verbleiben. Rund hundert Hunde wären im letzten Monat vermittelt worden. Auch der rumänische Tierrechtler Claudiu Dumitriu erklärte, dass die Hunde in einem besseren Zustand seien als noch bei seinem letzten Kontrollbesuch vor rund zwei Monaten.

Man kann davon ausgehen, dass die Verantwortlichen in Mihăilești – insbesondere durch den Druck, dem sie durch die besondere Aufmerksamkeit eines EU-Abgeordneten (Vize-Präsident der überfraktionellen Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals), der zuvor mit dem rumänischen Premierminister gesprochen hatte und mit dem Mandat seiner Fraktion (GUE/NGL) handelt – darauf achten werden, nicht erneut ins Fadenkreuz zu kommen.