Große Pläne – Taten müssen folgen: Stadtrat Ionescu gibt an, für die Bukarester Straßentiere aktiv werden zu wollen

 

Stefan Bernhard Eck MEP

Als letzter Termin während seiner Rumänienreise stand für den EU-Abgeordneten Stefan Bernhard Eck ein mehrstündiges Gespräch mit dem Bukarester Stadtrat Tudor Ionescu in der Parteizentrale der Alianța Liberalilor și Democraților (ALDE) auf der Agenda.

Der Stadtrat war Claudiu Dumitriu und MdEP Stefan Eck durch Presseverlautbarungen aufgefallen, in denen Tudor Ionescu angab, die Landeshauptstadt Bukarest „pet friendly“ machen zu wollen, weil ein Konzept der „Tierfreundlichkeit“ fehlen würde.

Der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck bat den Stadtrat hinsichtlich der momentanen Einstellungen der Streunerhunde-Tötungen im Bereich Bukarest, sich dies durch eine offizielle Anfrage mit schriftlicher Beantwortung von der ASPA verifizieren und ihm umgehend eine Kopie dieser Antwort zukommen zu lassen.

Stadtrat Ionescu beabsichtigt nach eigenen Angaben, mit verschiedenen Strategien das Verhalten der Bukarester Bürgerinnen und Bürger gegenüber Hunden und Katzen – insbesondere gegenüber Straßentieren – zu verbessern. Die Schwerpunkte seiner Strategie sollen die Einführung einer Tierschutzpolizei nach dem Vorbild verschiedener europäischer Länder (England, Niederland, Bulgarien) beeinhalten, Tierschutzunterricht in Schulen, den Einsatz von Hunden und Katzen (auch Streunerhunden) in Altersheimen und Haftanstalten, den Bau von „Hundewiesen mit Trainigseinrichtungen“ mit ehrenamtlichem Personal, Informationskampagnen für die Adoption von Streunerhunden und eine gezielte Kooperation mit der ASPA, durch die eine Verbesserung der Behandlung und Unterbringung der Straßenhunde sowie vermehrte Bemühungen für Adoptionen erreicht werden solle.

Zum Schluss des langen Gespräches empfahl der EU-Abgeordnete Eck, dass im Grundsatzprogramm der ALDE ein umfassender Tierschutzartikel einschließlich der Behandlung von Streunertieren aufzunehmen sei und bot Tudor Ionescu bei der Ausarbeitung seine Hilfe an.

Die Pläne des Stadtrates Ionescu hören sich sehr gut an, jedoch muss er erst einmal zeigen, dass es ihm wirklich ernst mit dem Schutz der Tiere ist und er seinen großen Worten auch positive Taten folgen lässt, denn, wie man aus der Vergangenheit bedauerlicherweise lernen musste, ist bei den meisten rumänischen Politiker*innen Skepsis angebracht…