Die Anzahl der für menschliche Zwecke getöteten und benutzten Tiere steigt kontinuierlich. Tierversuche, Zirkus, Zoo, Dressur, Sport und diverse menschliche Egoismen außerdem weisen eindeutig auf ein gestörtes, zwiespältiges und zerrüttetes Verhältnis zwischen dem Menschen und den Tieren außerhalb seiner Spezies hin. Auf der einen Seite kultiviert der Mensch eine Art „freundschaftliches Verhältnis“ zu ganz bestimmten Tieren und integriert diese in seine soziokulturellen Strukturen – andererseits züchtet der Mensch leibeigene Sklaven mit besonderen Merkmalen für besondere Zwecke. Er erschafft genetisch programmierte Subjekte, benutzt sie wie Milchmaschinen, Fleischautomaten, Ei-Lege-Roboter und produziert immer wieder Leichen, Leichen, Leichen… Das klingt extrem? Den Schinken auf dem Teller nennt man Schinken, die Salami auf der Pizza nennt man Salami – was liegt da aber im Grunde genommen? Und unter welchen Voraussetzungen gelangt es in die Mägen der fleißigen Esser? Diese Umstände will ich ganz bewusst mit negativen Werten wie „Ausnutzung“ und „systematische Tötung“ belegen, weil der Schinken eben nicht nur Schinken ist, sondern die programmierte Reduktion von Lebewesen auf einen Konsumgegenstand. Die extrahierte Verdinglichung des getöteten Individuums trägt einen großen Teil zu der mutwilligen Herabsetzung des Lebewesens bei. In diesem Prozess eine „Natürlichkeit“ hervorzuheben, wo sie doch kaum noch vorhanden ist, wirkt skurril.
Bedenke: Der Antrieb dieser Umstände speist sich aus der Summe aller Menschen, die sich auch weiterhin dafür entschließen, diesen Verhältnissen nicht mit Veränderung sondern mit kontinuierlicher Gleichgültigkeit zu begegnen.