Waldbrände in Kanada: Fluglinien nehmen Haustiere an Bord

 

In Kanada wütet ein Großfeuer in der Provinz Alberta. Zehntausende Menschen mussten bereits ihre Häuser in der Stadt Fort McMurray verlassen, die Flammen hinterließen eine Spur der Verwüstung. Doch wohin mit den Haustieren, wenn es schnell gehen muss und das Feuer naht?

Die Fluglinien Canadian North und WestJet hatten ein Herz für die Tiere – und ließen sie kurzerhand mit in die Kabine. Niemand sollte zurückgelassen werden, heißt es in einem Bericht des Senders CBC. Die Crew sei so plötzlich zu Katzensittern geworden, schreibt Canadian North auf Facebook: ► https://www.facebook.com/CanadianNorthAir/photos/a.821528921212555.1073741825.492268224138628/1160280470670730/ + ► https://www.facebook.com/wanda.murray.71/posts/10153469150945966/

Normalerweise würden die Haustiere in Zwingern und im Frachtraum transportiert, sagte eine Sprecherin von WestJet bei „BuzzFeed Canada“. Doch viele Menschen, die nun mit ihrem Hund und per Auto zum Flughafen kamen, hätten keinen Käfig dabei gehabt. „Sie tauchten mit dem auf, was sie zu fassen bekamen, Haustiere inklusive.“

Auf Bildern in sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie sich Herrchen und Frauchen daraufhin mit ihren Tieren in die Kabine quetschten: ► https://twitter.com/AliBlair1…/…/728618360120877058/photo/1…^tfw

Sie alle flohen vor dem Feuer, das Einsatzkräfte und Medien „die Bestie“ nennen. Es hat sich bereits auf 1560 Quadratkilometern ausgebreitet, das entspricht zweimal der Fläche Hamburgs.

Eine Canadian-North-Stewardess sprach von einem emotionalen Flug. „Ich weiß, was diese Menschen hinter sich gelassen haben und womöglich haben sie nichts, wohin sie zurückkehren können“, sagte sie CBC. Auch die Haustiere hätte sie vor dem Abheben gezählt.

Quelle/Text: ► http://www.spiegel.de/…/waldbraende-in-kanada-fluglinien-la…

Große Teile der kanadischen Stadt Fort McMurray sind von Feuer zerstört, aber alle Einwohner gerettet – und Dutzende Tiere: Der Pilot Keith Mann hat Hasen, Igel und Hunde aus der bedrohten Stadt geflogen – (…) Aber Keith wollte das nicht einsehen: Kein Mann, Hund oder Chinchilla dürfe zurückgelassen werden – das war dem Bericht zufolge seine Devise. „Ich kann sagen, dass dort, wo ich lebe, jeder ein Tierfreund ist“, sagte er demnach. „Ich kann absolut nachvollziehen, wenn sich jemand nicht von seinem Haustier trennen kann. Das wäre ja auch für mich selbst sehr hart.“ (…) ► http://www.spiegel.de/…/kanada-pilot-rettet-tiere-aus-waldb…