Vegan zu leben ist weder extrem, noch kompliziert. Im Gegenteil: Es ist eine einfache, absolut nahe liegende Entscheidung für jede Person, die an sich den Anspruch hat, im Alltag friedfertig und sozial verantwortlich zu handeln.

Wer Gewalt ablehnt und Tiere liebt, darf sie nicht zu seinem Vergnügen quälen und töten (lassen). Das sollte eigentlich jede(r) auf Anhieb verstehen. Dass so viele Menschen diesen offensichtlichen Widerspruch nicht auflösen – und manchmal sogar nicht mal bemerken – hat viele Gründe:
1) Das omnivore Leben wurde uns vor langer Zeit als ‚normales Verhalten‘ aufgezwungen. Wir haben es nicht selbst gewählt.
2) Es ist eine vertraute, lieb gewonnene Gewohnheit, die weitgehend unbewusst und automatisch erfolgt.
3) Die meisten Menschen um uns herum verhalten sich, ohne nachzudenken, ebenfalls so.

Was sozial erwünscht, üblich und bequem ist, ist aber noch lange nicht moralisch richtig. Was richtig wäre, lässt sich leicht erkennen, wenn du einfach mal die Perspektive wechselst und dich fragst, welche Behandlung du dir von angeblich friedfertigen, tierlieben Menschen wünschen würdest, wenn du selbst an der Stelle der Tiere wärst.