weil du Eier isst…

 

Ich bitte dich, deine Augen zu schließen.
Ich bitte dich, deine Hand auszustrecken.
Ich bitte dich, sie zu öffnen, so dass deine Handfläche nach oben zeigt.
Ich lege dir nun etwas in deine Hand und vertraue darauf, dass du das Richtige tust.
Bereit?

Hier ist es.

Deine Hand zuckt kurz, als ich es hineinlege.
Ich sehe, wie du versuchst zu begreifen, was ich da gerade getan habe:
Ich habe dir ein Leben anvertraut.
Nur dir alleine.
Du siehst das Leben nicht.
Du kannst es auch nicht hören, weil es keinen Laut von sich gibt.
Doch, es ist da.
Dort, in deiner Hand.
Es vertraut dir, dass du das Richtige tust.

Nach einer Weile bitte ich dich, deine Augen zu öffnen.
Dein Blick fällt instinktiv auf deine Hand und du lächelst.
Das kleine Leben schaut dich stumm an.
Ich fordere dich nun auf, deine Hand, mit einem Ruck, feste zu schließen.
Du schüttelst den Kopf.
Ich fordere dich ein zweites Mal auf, deine Hand zu schließen.
Schnell und hart.
Dein Blick verfinstert sich.
Als ich dich das dritte Mal auffordere, wirst du wütend.
Ich frage dich, ob es dir leichter fallen würde, es mit geschlossenen Augen zu tun.
Dann müsstest du es nicht sehen.
„Was macht das denn jetzt für einen Unterschied, da ich es gesehen habe!“, entfährt es dir.
„Genau“, entgegne ich. „Du hast es gesehen. Und das ist der Unterschied. Denn nur darum geht es! Das ist der Unterschied zwischen Leben und Tod. Das Hinsehen und das Begreifen. Sonst bleibt alles in der Dunkelheit.“

Ich möchte, dass du hinsiehst und begreifst, dass du das Leben und den Tod in deinen Händen hältst.
Ich möchte, dass du begreifst, dass du eine Verantwortung für das Leben hast.
Ich möchte, dass du begreifst, dass du dafür verantwortlich bist, wenn andere für dich die Hände schließen und du sie dafür bezahlst.
Ich möchte, dass du wirklich begreifst, dass dieses kleine Küken hier in deiner Hand, dass gerade eben geboren wurde, gleich zerschreddert oder vergast wird, weil du es zulässt.
So wie 45 Millionen andere männliche Küken in Deutschland und 2,5 Milliarden weltweit.
Jedes Jahr.
Weil du nicht hinsiehst und begreifst, was du tust.

Ob du es hören willst oder nicht:
Wenn du Eier „konsumierst“ hast du diese Seelen auf dem Gewissen.
Da kommst du nicht raus.
So sehr du dich auch drehst und windest.
Aber du hast immer eine Wahl!
Entscheide dich für das Leben und gegen den Tod.
Egal ob konventionell oder bio:
Lehne Eier und sogenannte „Geflügelprodukte“ (ein LebeWESEN ist NIEMALS ein „Produkt“) ab.

Das Problem mit Eiern und der „Geflügelindustrie?“
Einer der besten Texte im Netz, der allumfassend den ganzen industrialisierten Wahnsinn aufzeigt, habe ich hier gefunden.
Nur Text, keine Bilder:
http://www.tierbefreier.de/tierbefreiung/58/kuekenzucht.html