Andreas Bär Läsker

Heute noch Tiere oder deren „Produkte“ zu essen, entbehrt in unserer Zeit längst jeglicher rationalen Grundlage und ist somit ganz und gar unlogisch. Erst Tiere mit Pflanzen zu füttern, um dann die Tiere zu essen, anstatt gleich die Pflanzen – in egal welcher Form oder Zubereitungsart – zu sich zu nehmen, ist ein sehr langer, teurer und verschwenderischer Ernährungsumweg, der noch dazu wider besseren Wissens erfolgt und somit sinnloser nicht sein könnte.

Dazu kommen die erdrückenden Tatsachen, die sich aus den direkten Folgen der Tierzucht selbst (Regenwaldrodung, Beschleunigung des Klimawandels, Ressourcenverschwendung, Grundwasserverseuchung), sowie aus den sekundären oder kollateralen Effekten der Konsums tierischer Produkte (Wohlstandskrankheiten, Bildung hochgefährlicher multiresistenter Keime, wirtschaftlich ausuferndes, bzw. kollabierendes Gesundheitssystem, Fehlernährung schon bei Kindern) ergeben.

Über dieser ganzen Wolke aus fehlender Logik, Unverstand, Ignoranz, Bequemlichkeit und dem nie endenwollenden Versuch, klare Fakten durch hanebüchenste Theorien oder abstruseste Behauptungen zu „entkräften“ – man denke nur an das ewige Herbeizitieren der Evolutionslehre – (unser Gehirn sei ja nur durch den Konsum von Fleisch zu dem geworden was es heute ist….und schrumpfe, wenn wir aufhören, tierisches Eiweiß zu uns zu nehmen…mit Verlaub….eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein) schwebt aber ein noch viel größeres Problem.

Wir sind über 7 Milliarden Menschen und halten uns 70 Milliarden sogenannte „Nutztiere“. Und wir sind zu jeder Sekunde bereit, diese Tiere zu quälen, zwangszuschwängern, bestialisch zu ermorden, ihnen das Fell bei lebendigem Leib abzuziehen….ja, wir sind oftmals nicht mal mehr bereit, ihnen einen erträglichen Tod zu bereiten, weil es schnell gehen muss….sonst wird ja das Schnitzel zu teuer. 70 Milliarden tote Tiere, leergefische Ozeane, zerstörte Ökosysteme, unsere hochgradig gefährdete Biopshäre sind das katastrophale….ich würde sogar sagen das inzwischen eher apokalyptische Ergebnis.

Und das alles, weil man glaubt, man könne nicht ohne Fleisch leben, man brauche Eier zum Backen, Milch fördere das Knochenwachstum (das Gegenteil ist der Fall) , Fische seien sooo gesund, und ohne tierische Produkte könne man weder gesund sein, noch Schuhe herstellen oder Jacken füttern.

Es ist millionenfach bewiesen, dass all das nicht stimmt.

Wenn wir nicht aufhören, Tiere zu züchten und sie zu töten, sind wir, um es mal auf den Punkt zu bringen….zukunftslos, im Eimer, doomed….sucht es Euch aus. Wenn wir so weitermachen, werden wir unsere Erde bereits in 20 Jahren nicht mehr wiedererkennen, denn wir leiden nicht nur an Turbokapitalismus, sondern auch an in Lichtgeschwindigkeit wachsender Dummheit und schier unfassbarer Ignoranz.

Und jetzt geht doch bitte raus und erklärt Euren geliebten Kindern, dass wir Ihnen leider einen vergifteten Wüstenplaneten hinterlassen MÜSSEN, weil die Grillsaison dieses Wochenende beginnt und es leider so lecker schmeckt, dass es eben nicht anders geht.

Aber dazu seid Ihr ja sowieso wieder zu feige, steckt ihnen stattdessen lieber eine Scheibe Bärchenwurst ins Gesicht und eine Milchschnitte in den Schulranzen und ALLEEEES WIIIIRD GUUUT!

Ich wünsche einen nachdenklichen Tag.