wenn wir A sagen, müssen wir auch B sagen

 

Ich finde dieses Bild spricht all das aus, worum es eigentlich geht : Wir alle haben die Folgen nicht bedacht. Wir alle sind erschrocken, halten ungläubig die Hände vor das Gesicht und sind entsetzt. Wir haben das Gefühl, dass gerade in der letzten Zeit die Grausamkeiten sich häufen, Tiermorde und – Qualen geradezu “ modern “ werden.

Nein, das war schon immer so. Schon immer wurden Tiere als schwächere Wesen gedemütigt und gequält. Der Unterschied ist / war bloß. dass du es nicht sehen wolltest, nicht erfahren hast, vielleicht nie darüber nachgedacht hast, weil es in dieser Gesellschaft ja geradezu schon normal ist. Oder gibt es in deiner Nähe keine z.B. Massentierhaltung, keinen Landwirt, der Seine Schweine in Massen produziert,einen der seine Rinder in der Ständerhaltung an Ketten hält, so dass diese sich nicht bewegen können ? Und nun just in diesem Moment vielleicht, erhälst du wieder ein neues Bild auf deiner Seite auf dem ein blutendes Tier zu sehen ist.

Was ich sagen will ist : Natürlich ist es eine Tragödie, was den Hunden passiert, natürlich ist es furchtbar , zu wissen, dass Hunde brutal getötet werden, aber das werden Tiere hier bei uns auch. Jeden Tag, in jeder Minute, nein…in jeder Sekunde. Da werden neu geborene Ferkelchen mit Füßen getreten, sie werden auf den Boden geschlagen um sie dann sterbend liegengelassen zu werden noch ehe sie je die mütterliche Nähe erfahren durften. Kleine Kälbchen werden ihren Müttern entrissen, sie schreien und rufen….ihre Mütter werden fast wahnsinnig durch diesen Trennungsschmerz. Sie leiden,nein..sie müssen leiden, weil der Mensch ihr Fleisch essen und ihre Milch trinken will. Der Unterschied ist bloß, dass wir diese Bilder nicht zu sehen bekommen. Aber es ist die Realität.

Wir bezeichnen uns als Tierfreund, spenden wie verrückt Gelder nach Rumänien, nehmen Hunde auf, oder übernehmen Patenschaften an ihnen.
Was tun wir aber für die Kälbchen, für die kleinen Ferkelchen, deren Mütter ihr Leben als Gebärmaschiene fristen muss. Gehen wir auch für sie auf die Straße ? Fordern wir auch für sie ein artgerechtes Leben ? Oder wollen wir ihre Schicksale gar nicht wissen, schauen eben einfach nicht genauer hin?

Was ich sagen will ist einfach : Nein, wenn wir A sagen, müssen wir auch B sagen. Wir können nicht entsetzt aufschreien, wenn wir das Bild eines zerstümmelten Hundes sehen und nicht für das Ferkelchen welches vom Bauern achtlos totgetreten wird, damit dieser es nicht teuer einschläfern muss. Wenn wir uns also “ Tierschützer “ nennen, dann müssen wir verflucht noch mal auch einer sein, für alle Tiere. Dann müssen wir uns vielleicht auch mit dem Bauern anlegen, müssen auf unser Fleisch und unsere Milch verzichten, denn mit Verlaub : Ich lese bei fast jedem die Bezeichnung “ Tierschutz “ im Profil. Also schütze auch zum Donnerwetter JEDES TIER.