Edeka geht vegan in die Offensive

Vegane Snacks in einer Bäckereitheke. (Quelle: Archiv/Kauffmann)

Der Lebensmittelhändler hat das Potenzial von sich alternativ ernährenden Kunden entdeckt und profiliert sich damit auf allen Medienkanälen.

Hamburg (dk). „Vegane Ernährung ist vielseitig und einfach zuzubereiten“ – mit dieser simplen Aussage wirbt für seine neue Genussoffensive mit Vegan-Koch Attila Hildmann auf allen Medienkanälen. Unter der Bezeichnung „Veganizer“ zeigt der Koch beispielsweise auf der Edeka-Webseite vegane Alternativen zu klassischen Gerichten zum Nachkochen und auch Nachbacken. In einem Fernseh-Spot wird vermittelt, dass Kunden mit vielen veganen Lebensmitteln im Einkaufswagen den Tod vorerst nicht zu fürchten brauchen. Und in großen Publikumszeitschriften wird der sportliche Aspekt einer veganen Ernährung herausgestellt.

Edeka profiliert sich mit dieser Kampagne gewissermaßen als kompetenter Garant für vegane Ernährung – und das könnte zum Problem für die Backbranche werden. Denn wenn der Lebensmitteleinzelhändler in der öffentlichen Wahrnehmung den Takt und die Beschreibung von veganen Produkten vorgibt, dann haben es Bäcker schwerer, mit ihren von Natur aus veganen Backwaren bei der Zielgruppe zu punkten.