bitte sei Teil der Veränderung. go vegan.

 

Ich hätte dich so sehr geliebt!

Ich bin Nummer DE 03 269 23774.
Wir stehen zu Fünft in der Reihe.
Ich bin als Nächste dran.
Ich höre die Maschinen.
Ich merke, wie mir heiß wird.
Ich weiß, was passieren wird.
Ich denke an meine Kinder.
Zwei Söhne habe ich geboren.

Einer Tochter habe ich das Leben geschenkt.
Die Geburten haben sehr weh getan.
Vergessen, als ich mein großes Glück sah.
Sie blickten mich so erwartungsvoll an.
Ich wollte immer bei ihnen sein.
Am nächsten Tag waren sie weg.
Ich schrie und schrie und schrie.
Immer und immer wieder.
Doch sie antworteten nicht.
Ich habe sie nie wieder gesehen.
Man hatte sie mir weggenommen.
Ich habe es nie verstanden.
Leben.

Was für ein
Leben?
Vor mir erscheint ein Mensch.
Ich schaue ihn an.
Er schaut mich an.
Minutenlang.
Er kommt auf mich zu.
„Na, komm schon!“, sagt er.
Ich tue wie mir geheißen.
Ich leiste keinen Widerstand.
Er führt mich fort.
Ich blicke noch einmal zurück.
Meine Freunde.
Ich sehe den gebrochenen Stolz in ihren Augen.
Und das
Warum.
Doch
Hier gibt es kein
Warum.

Der Mensch berührt mich sanft.
Er hat etwas in seiner Hand.
Er setzt es an meine Stirn.
Es ist eiskalt.
Ich spüre mein Kind in mir.
Es strampelt ein wenig.
Es ist das Vierte.
Gestern Nacht habe ich geträumt, wir würden zusammen über eine grüne Wiese laufen.
Jetzt stirbt es mit mir.
In mir.

Eine Träne läuft mir aus dem Auge.
Ich atme ein letztes Mal.
Ich hätte mir ein besseres Leben gewünscht.
Ein Leben.

„Laut Bundestierärztekammer, die sich auf Daten aus 53 Schlachtbetrieben beruft, werden in Deutschland jährlich bis zu 180.000 trächtige Kühe in Schlachthöfen geschlachtet.
Es gibt gravierende Probleme beim Transport der schwangeren Mutterkühe zum Schlachthof, da die Tierschutzbestimmungen für den Transport auf nicht tragende Tiere ausgelegt sind.
Im Schlachthof angekommen, kommt die Kuh in einen Fixationsstand und ihr wird mit einem Gerät ein Bolzen ins Gehirn geschossen, der sie betäuben soll.
Aus diesem Stand fällt sie dann, hoffentlich vollständig betäubt, seitlich heraus, um dann an einem Bein in die Luft gezogen zu werden.

Es folgt der tödliche Entblutungsstich, der die Kehle des Tieres durchtrennt und der das Tier langsam ausbluten lässt.
Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge empfinden Föten, zumindest ab dem letzten Drittel ihrer Entwicklung, bei der Schlachtung des Muttertieres Schmerzen und leiden, infolge von Sauerstoffentzug, bis zu ihrem eigenen Tod.
Das Kalb erstickt langsam und qualvoll im Bauch der getöteten Mutter, um dann auf den Müll geworfen zu werden.
Jüngere Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Schlachtung schwangerer Kühe kein Einzelphänomen darstellt.“