Jagdclub für Kinder Die Zerstörung der kleinen Seelen

 

Das ist weder eine Falschmeldung noch ein Scherz. Union Safaris bietet in Südafrika einen Jagdclub für Kinder an. Das Club-Ziel heißt „Tiere töten“. Was passiert mit diesen Kindern, wenn sie in dieser Form mit dem Sterben konfrontiert werden? RTN erklärt es.

Wir Menschen werden zwar mit gewissen charakterlichen „Grundeinstellungen“ geboren (die älteste Kategorisierung der 4 Grundtypen lautet Melancholiker, Choleriker, Sanguiniker und Phlegmatiker). In dieser Grundeinstellung ist aber nicht die Empathie enthalten. Die Empathie müssen wir wie Laufen, Rechnen und Schreiben erlernen. Empathie ist also keine Charaktereigenschaft, wie manche glauben. Üblicherweise bilden wir sie im Kleinkindalter im sozialen Umfeld, primär in der Familie aus. Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei die körperliche Nähe zu den Eltern, das Knuddeln, das Schmusen und eine gesunde, herzenswarme Atmosphäre. Je weniger diese Voraussetzungen gegeben sind, desto schwieriger ist es für ein Kind, Empathie auszubilden.

In diesem Alter bilden wir auch Empathie gegenüber Tieren aus. Sehr entscheidend ist dabei, wie in der Familie, im engen sozialen Umfeld mit Tieren umgegangen wird. Wenn ein Kind erlebt, dass die Tiere „erziehungstechnisch“ geschlagen werden, sieht es das als normal an, und wird es sehr wahrscheinlich übernehmen. Wenn es erlebt, dass Tiere angekettet werden, wird es auch diesen Zustand als normal empfinden. Wenn Kindern beigebracht wird, dass diese Tiere zum Streicheln, jene zum Essen, und wieder andere zum Jagen da sind, dann wird sich auch das in seinem Bewusstsein festsetzen. Das ist der Grund, warum der Mensch zwischen Streichel- und Nutztieren unterscheiden kann, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Das menschliche Gehirn schreit geradezu danach, manipuliert zu werden. Gefühle, Sympathie, Angst und Zuneigung laufen auf der emotionalen Seite des Gehirns ab. Die ewige Grundsatzdiskussion um die Begrifflichkeiten mit logischen Argumenten ist aber rational. Deshalb wird sie nie zu einem Ergebnis führen. Dasselbe gilt für regionale Gepflogenheiten. Es ist reine Erziehungssache, wenn in Asien Hunde, in Peru Meerschweinchen, in Australien Larven, in Afrika Affen, und in Europa Schweine gegessen werden, man aber gleichzeitig über die Gepflogenheiten der jeweils anderen empört ist. Empathie hat aber auch eine Schwachstelle. Sie kann manipuliert und teilweise oder ganz gelöscht werden. Das ist der Unterschied zum Laufen, Rechnen und Schreiben. Und genau das passiert auf unverantwortliche Art und Weise mit Kindern, die zur Jagd mitgenommen werden.

Bei Kindern, die in einem solchen Crashkurs mit dem Töten konfrontiert werden, kann ein riesiger, irreparabler Schaden angerichtet werden. Auch wenn sie Fleisch essen, Kinder in diesem Alter sind sich nicht bewusst, woher das Fleisch kommt. Sie haben eine Empathie für ALLE Tiere entwickelt. Auch wenn ihnen das Jagen wie ein Spiel beigebracht wird, wenn sie damit in den Erwachsenenstatus gehoben werden, plötzlich stehen die Kinder dem Tod gegenüber. Das Wesen, das sie in ihrer kindlichen Phantasie als Streicheltier assoziiert haben, wird urplötzlich abgeknallt, gibt entsetzliche Laute von sich, zuckt erschreckend im Todeskampf und stirbt in seiner Blutlache einen entsetzlichen Tod. Kinder sind mit so einer Situation schlichtweg überfordert. In ihrem kleinen zerbrechlichen Körper werden sie mit ihren Gefühlen alleingelassen. Das noch gar nicht fertig entwickelte Gehirn kann die Situation nicht einordnen. Auf der einen Seite empfindet es Empathie gegenüber dem Tier, auf der anderen Seite will es Mama und Papa nicht als Weichei enttäuschen. Die kleine Seele wird hin- und hergerissen zwischen Schock, Empathie, rationaler Überlegung und Hilflosigkeit. Der Körper wird vollgepumpt mit einem Cocktail aus Adrenalin und Endorphinen, weil das Gehirn nicht verstehen kann, was es eigentlich produzieren soll. Auf diese Weise werden die Psychopathen von morgen produziert. Und sie können nicht einmal etwas dafür.

Das verlinkte Video zeigt das, was mit einem Kind in dieser Situation passiert, ziemlich deutlich. Wie man sehen kann, zittert das kleine Mädchen am ganzen Leib. Das angeschossene Tier neben ihm lebt noch. Das Mädchen sagt zu seinem Vater in die Kamera: „Ich weiß nicht, was das ist. Mir ist nicht kalt, aber ich zittere durch und durch.“ Wir können es schon sagen. Dieses Mädchen steht unter Schock. Es erlebt zum ersten Mal, wie es mit Hormonen, die sein Körper schlagartig selbst produziert, vollgepumpt wird. Seinen Kindern so etwas anzutun ist unverantwortlich.

Hier geht’s zum Video:

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