„Hühner legen sowieso Eier, es interessiert sie nicht, wenn wir sie essen“

 

„Für die meisten Menschen gilt der Verzehr von Hühnereiern als normal, denn auch unsere Vorfahren haben Eier aus Nestern geklaut und gegessen.
Allerdings haben der Nestraub unserer Vorfahren aus Überlebenszwecken und die heutige Massenproduktion von Eiern nichts gemeinsam.
Hennen legen Eier aus einem Grund: Fortpflanzung. In freier Wildbahn legen Hennen daher normalerweise nur befruchtete Eier. Die Hennen, die heute als „Ei-Produzentinnen“ gehalten werden, legen unbefruchtete Eier nur, weil sie entsprechend manipuliert werden.
Normalerweise brüten Hennen gleich viele männliche und weibliche Küken aus, insgesamt etwa 20 im Jahr. In schlechten Jahren legen das „Urhühner“ sogar nur bis zu 6 Eier ab. Sie bauen ein Nest und kümmern sich um ihre Eier. Sollte eins verloren gehen, legen sie eins nach. Und genau dieses Nachlegen von verloren gegangenen Eiern nutzt der Mensch aus: Er nimmt der Henne das Ei und diese ist darauf programmiert, eins nachzulegen. Dank dieses Tricks und mithilfe von Spezialfutter sowie künstlichem Tageslicht (das der Henne eine längere Tageszeit simuliert), legen die heutigen „Legehennen“ bis zu 300 Eier im Jahr.
Da nach ca. 15 Monaten die Legeleistung der Hennen abnimmt, werden sie in diesem Alter geschlachtet. Ihre natürliche Lebenserwartung beträgt 20 Jahre.
Die „Hochleistungs-Eiproduktion“ ist nicht natürlich und der Mensch beutet den natürlichen Fortpflanzungstrieb der Hennen aus, um deren Eier zu verzehren, die für eine gesunde Ernährung nicht benötigt werden (im Gegenteil: Eier enthalten nicht nur schlechtes Cholesterin, sondern allzu oft auch Salmonellen).
Die Haltungsbedingungen der sogenannten Legehennen sind – sowohl im konventionellen als auch im Bio-Bereich – erbärmlich. Zwar ist in Deutschland die Käfighaltung seit 2010 verboten, eine wirkliche Verbesserung bedeutet das für die Hennen jedoch nicht. Selbst hinter Eiern aus „Freilandhaltung“ stecken keine grünen Wiesen und viel Platz für die Tiere:
Die Hennen werden zu Tausenden in Ställen gehalten. Für 500 Hennen muss aktuell ein Ausgang von 100 cm Breite zur Verfügung stehen. Unter bestimmten Bedingungen reicht ein Ausgang dieser Größe sogar für 1000 Hennen aus. Obwohl sie also theoretisch die Möglichkeit hätten, hinaus zu gelangen (hierbei werden jedem Huhn 4m² Freilauffläche zugestanden), schaffen es aufgrund der räumlichen Gegebenheiten trotzdem nicht alle.
Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, dass jährlich nicht nur ca. 40 Millionen „Legehennen“ in Deutschland gehalten werden, sondern, dass mindestens genauso viele männliche Küken jedes Jahr vergast, zermust oder zerschreddert werden. Dies hat folgenden Hintergrund:
Männliche Küken können keine Eier legen. Sie finden in der Ei-Industrie also keine Verwendung. Da für die Fleischproduktion eine andere, schneller Fleisch ansetzende Hühnerart verwendet wird (die wiederum keine Eier legt, weil sie bereits vor der Geschlechtsreife im Alter von 6 bis 8 Wochen geschlachtet wird), ist auch dort kein Platz für sie. Aus diesem Grund werden männliche Küken nach dem Schlüpfen aussortiert (diesen Vorgang nennt man sexen) und getötet. “

„Hühner legen sowieso Eier, es interessiert sie nicht, wenn wir sie essen“ – vegane-bewegung.de

Hennen legen Eier aus einem Grund: Fortpflanzung. In freier Wildbahn legen Hennen daher…

vegane-bewegung.de