Das Morden hat ein Ende: Portugal schläfert Straßenhunde nicht mehr ein

 

Das Morden hat ein Ende: Portugal schläfert Straßenhunde nicht mehr ein

Straßenhunde werden in Portugal nun nicht mehr eingeschläfert. Eine Gesetzesänderung der Tierschutzpartei PAN wurde von der linken Parlamentsmehrheit gegen die Stimmen der Konservativen angenommen.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Vor zwei Jahren schrieb ich den Artikel Portugal: Tierschutz unter der Herrschaft der Troika. Eine Zeit, in der die konservative Regierung des Landes kein Herz für Tiere zeigte. Mit der neuen linken Mehrheit im Parlament und dem Einzug eines Abgeordneten der Tierschutzpartei PAN, wurde das Töten der Straßenhunde in den „Tierheimen“ abgeschafft.

Die Tierschutzpartei Pessoas Animais e Natureza (PAN) hat am 11 Dezember 2015 ein Gesetzentwurf ins portugiesische Parlament eingebracht, für welches sie sich seit Jahren einsetzen. Unter dem Vorwand des Sparzwanges der Troika hatte die konservativ-bürgerliche Regierung unter Passos Coelho und Paulo Portas die Bemühungen der Tierschützer immer wieder ins Leere laufen lassen. Die städtischen „Tierheime“ blieben somit in der letzten Legislaturperiode regelrechte Todeslager für Straßenhunde – KZ für Hunde!

Damit ist nun endlich Schluss. Hunde, die auf der Straße ihr Leben fristen, sollen in Zukunft sterilisiert werden und nicht wie bisher, eingeschläfert. Eine Transformation vom KZ zum Waisenhaus soll den Staatshaushalt aber nicht belasten, sondern vielmehr noch Geld einsparen. Das Argument der Vorgängerregierung war immer der Kostenfaktor. Die Berechnung der PAN wurde immer als unrealistisch abgetan, was sich jetzt wohl als falsch herausstellt. Denn alle linken Parteien haben, wie schon vor zwei Jahren, die Kalkulation der PAN als korrekt anerkannt und dementsprechend für das neue Gesetz gestimmt.

In Deutschland gibt es unzählige Tierschützer, die ihre Aufmerksamkeit auf das alltägliche Drama auf Südeuropas Straßen gerichtet haben. In ihrem Urlaub bringen sie Hunde und Katzen aus Griechenland, Spanien oder Portugal nach Deutschland, wobei es genug Misere im eigenem Land gäbe. Es ist meiner Meinung auch der falsche Ansatz, da es am Grundproblem nichts ändert. Das neue Gesetz aber ändert so ziemlich alles und reiht sich damit in einen Maßnahmenkatalog ein, der nicht nur den Tieren nutzt, sondern auch Portugals Gesellschaft mehr Menschlichkeit gibt. Wenn man Tieren Rechte zugesteht, dann kann man diese den Menschen nicht vorenthalten. So wird Portugals neuestes Parlamentsmitglied, die PAN, ein Umdenken einleiten, dass hoffentlich auch in anderen Ländern Schule macht.

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