5 Gründe dieses Jahr nicht zu böllern

 

Das Jahr neigt sich dem Ende und spätestens nach Weihnachten freuen sich die meisten auf eine Silvesterfeier mit allem was dazu gehört. Während viele in die Supermärkte schwärmen, um sich mit Knallerbsen, Raketen und Böllern auszustatten, haben die Tiere, die mit uns leben, weniger Grund zur Freude. Hier sind fünf Gründe, warum Sie dieses Jahr auf Raketen und Böller verzichten sollten.

1. Stress für Haustiere

Es zischt, es knallt, ein bunter Lichtschauer breitet sich am Himmel aus. Silvesterraketen sind schön anzusehen, doch sie machen auch einen Höllenlärm. Besonders für Hunde, Katzen und Kleintiere sind die Knallkörper erschreckend laut, selbst wenn sie sich im Haus befinden.

Bis zu 145 Dezibel können legale Knallkörper in Deutschland erreichen, was schon bei Menschen zu bleibenden Gehörschäden führen kann. Das sensible Gehör der Tiere ist noch empfindlicher – sie hören andere Frequenzen als wir. Auf die Explosionen reagieren viele Tiere deshalb mit Stress und Panik.

Einige bleiben über mehrere Tage und sogar Wochen verängstigt und traumatisiert.

 

2. Gefahr für Wildtiere und Vögel

Nicht nur Haustiere werden von Knallern und Raketen verstört, auch Wildtiere wie Rehe, Füchse, Marder und andere Waldbewohner leiden unter dem alljährlichen Feuerwerk. In Panik und Todesangst rennen sie auf die Straße und bringen somit nicht nur sich selbst, sondern auch Straßenverkehrsteilnehmer in Gefahr.

Auch Singvögel und Wasservögel sind dem Lärm schutzlos ausgeliefert, sie werden aufgeschreckt und können die Orientierung verlieren. Von den Sprengkörperteilchen, die sich im Himmel auflösen, geht eine tödliche Gefahr für sie aus.

Bei ihren verzweifelten Versuchen zu fliehen, stoßen viele der Vögel an ihre körperlichen Grenzen. Völlig erschöpft fallen sie tot vom Himmel.

 

3. Umweltverschmutzung

Wer mit seinen guten Vorsätzen schon etwas früher anfangen möchte, kann mit dem Verzicht auf Pyrotechnik schon vor dem neuen Jahr der Umwelt etwas Gutes tun. Nach einer Silvesternacht steigt die Feinstaubbelastung in der Luft um das 6000-fache an.

Der Feuerwerksstaub treibt die Belastung der Luft in die Höhe, was wiederum für die Atemwege von Mensch und Tier belastend ist. Außerdem bedeuten die Knallkörper eine Menge Abfall am nächsten Tag. Oft muss die zuständige Stadtreinigung Sonderschichten einlegen um den Müll zu beseitigen.

Die liegen gebliebenen Teile der Sprengkörper können eine zusätzliche Gefahr für Tiere sein, wenn sie versuchen diese zu essen.

 

4. Gefahr für Menschen

Obwohl die Brandgefahr von Feuerwerkskörpern allseits bekannt ist, mussten 2014 in Großstädten wie Hamburg und Berlin sogar mehr Brände als in den Jahren zuvor gelöscht werden. In einigen deutschen Städten ist das Anzünden von Silvesterraketen mittlerweile untersagt, da sie eine erhöhte Brandgefahr darstellen.

Für Ärzte ist die Silvesternacht eine der schlimmsten Arbeitszeiten im Jahr. Gehörschäden, Augenverletzungen und Verbrennungen bringen jedes Jahr viele Menschen in die Notaufnahme, weil Böller zu früh explodiert sind oder der notwendige Sicherheitsabstand nicht eingehalten wurde.

 

 

5. Tierfreundliche Alternativen

Der Verzicht auf das traditionelle Feuerwerk mag eine Umstellung sein, heißt aber nicht, dass man Silvester asketisch im Wohnzimmer sitzen muss. Fackeln, Wunderkerzen, Konfetti und Zimmerfontänen sind ein tierfreundlicher Ersatz, da sie keinen Lärm verursachen.

Sektkorken zu veganen Pfannkuchen und Raclette knallen lassen, sind weitere schöne Silvestertraditionen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

www.animalequality.de/…/2015-12-08-fuenf-gruende-dieses-jah…