Dr. med. Michael Greger vergleicht die Methoden der Tabakindustrie mit den Methoden der Nahrungsmittelindustrie

 

Über Jahrzehnte hat die Tabakindustrie gelogen, betrogen und die politischen Entscheidungsträger korrumpiert. Gesundheitliche Folgen des Tabakkonsums wurden geleugnet und verharmlost. Das kostete Millionen von Menschen das Leben und verursachte immenses Leid.

Genau die gleichen Methoden sieht man heute bei der Nahrungsmittelindustrie, insbesondere bei der Tierindustrie. Es wird gelogen, betrogen und die politischen Entscheidungsträger werden korrumpiert und als Werbeträger für Tierprodukte eingespannt.

Aktuell kann man dies bei der WHO-Entscheidung, Fleisch als krebserregend einzustufen, sehr gut erkennen. Gesundheitliche Risiken durch Fleisch werden abgestritten, verharmlost und relativiert. Politiker wie Ernährungsminister Christian Schmidt beteiligen sich an den widerlichen Machenschaften und bewerben sogar Milch und Fleisch. Dabei ist die WHO schon mehr als vorsichtig. Die WHO traute sich wahrscheinlich nur deshalb, Fleisch als krebserregend einzustufen, weil die Krebsgefahr von Fleisch schon seit Jahren bekannt war. Bei den gesundheitsschädlichsten Nahrungsmitteln überhaupt, also Milch, Milchprodukten und Fisch, traut sich die WHO dies nicht, obwohl die Belege für die gesundheitsschädlichen Auswirkungen gerade auch auf Kinder mindestens so überwältigend sind wie beim Fleisch. Aber Milch und Fisch haben ein so positives Image bei der Bevölkerung, dass eine negative Einstufung von Milch und Fisch wahrscheinlich eine noch grössere Empörung bei den Profiteuren, den Politikern und der ahnungslosen Bevölkerung hervorrufen würde als dies bereits jetzt schon beim Fleisch geschieht.

Die Dreistigkeit, mit der die Tierindustrie zusammen mit ihren „wissenschaftlichen“ Helfern und der Politik gesundheitliche Risiken von Tierprodukten leugnet und verharmlost, ist nicht mehr zu überbieten. Als Höhepunkt der gesamten Korruption, werden Tierprodukte jährlich mit Milliarden an Steuergeldern massiv gefördert. Selbst vor staatlichen Schulmilchprogrammen zur Schädigung unserer Kinder schreckt man nicht zurück.

Dr. Greger fasst es gut zusammen: Geschäft geht vor Sicherheit und Geld ist wichtiger als Moral.