Die Wahrheit über Ziegenmilch

 

Das Märchen von Nachhaltigkeit und bäuerlicher Haltung

Es gibt ein paar industrielle Tierquälerthemen, die seltsamerweise nie in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Eines davon ist die industrielle Produktion von Ziegenmilch. Vermutlich liegt es daran, dass Ziegenmilch ein Nischenprodukt mit einem relativ geringen Marktanteil ist, und deshalb weder Verbraucher noch Medien sonderlich interessiert. Dabei erleiden Millionen von Ziegen an der Öffentlichkeit vorbei dasselbe Schicksal wie Rinder, Schweine oder Hühner in der Massentierhaltung.

Dem Verbraucher wird Ziegenmilch gerne als das gesunde, ganzheitliche, tierfreundliche, ein wenig alternative Ersatzprodukt für Kuhmilch vorgegaukelt. Eine rustikale, bäuerliche Aufmachung, ein bärtiger Wurzelsepp vor einer Bergkulisse mit einem Kitz im Arm, ein wesentlich höherer Preis, und die Täuschung ist perfekt. Irgendwie spukt auch noch die Assoziation mit Kleopatras Schönheit aufgrund ihrer Ziegenmilchbäder herum. Vergessen wir das alles. Die Verbraucher können noch so überzeugt sein, dass sie sich und den Tieren nur Gutes tun. Die Realität sieht anders aus.

Die industrielle Produktion von Ziegenmilch und dem „Beiprodukt“ Ziegenfleisch läuft nach denselben grauenvollen Praktiken ab, wie die Rinder- und Schweinehaltung. Die neugeborenen Kitze werden unmittelbar nach der Geburt von ihren Müttern getrennt. Kastration und Enthornung finden ohne Betäubung statt. Wundbehandlung und medizinische Einzelbehandlung gibt es nicht. Wer es nicht packt, stirbt eben. Vollautomatische Melkstände, Hormon- und Antibiotikabeigabe runden das Horrorszenario ab.

Hinter dem Etikettenschwindel mit grünen Weiden und lustig umherspringenden Kitzlein versteckt sich eine brutale und lebensverachtende Nutztierhaltung.
„Unabhängig von der Rasse, wenn und wo mit Tieren Geld verdient wird, ist Tierquälerei im Spiel. Je mehr Geld zu verdienen ist, desto mehr Tierquälerei findet statt.“

Wer es nicht glaubt, hier ist das Video dazu. So sieht es wirklich aus.