Ich bin nicht unsichtbar. Warum erkennt Ihr das alle nicht?

 

 

Ich bin nicht unsichtbar.
Warum erkennt Ihr das alle nicht?
Ich bin kein Objekt.
Ich sehne mich danach, frei zu sein.

Mein Leben ist kein Mysterium.
Mum wurde gegen ihren Willen vergewaltigt.
Alle ihre Söhne haben sie ihr genommen,
um sie auf irgendjemandes Grill zu schmeißen.

Das Leben ihrer Töchter wurde verschont,
aber auch wir wurden ihr gestohlen.
Uns traf das Schicksal unserer Mutter
– eine Maschine ohne Name.

Meine Babys wachsen in mir,
ich kann fühlen, wie sie stark werden.
Aber jedes wird mir weggenommen.
Warum kann ich nicht mit ihnen gehen?

In einem dunklen und überfüllten Bunker
werde ich an Maschinen angeschlossen.
Die Milch meiner Babys wird mir abgepumpt.
Ich frage mich, was das bedeutet?

Diese Schläuche sind sehr schmerzhaft.
Ich bin krank und so schwach.
Ich möchte doch nur mein Kind füttern.
Er war so klein und sanft.

Meine Schwester stand neben mir.
Aber unter der Traurigkeit ist sie zusammengebrochen.
Sie kamen und haben sie mitgenommen –
in eine unbekannte, greifbare Hölle.

Ich kann meine Familie schreien hören,
in einem fernen jammernden Klagen.
Ich weiß nicht, wo sie mich hinführen.
Ich habe solche Angst und fühle mich so allein.

Dann sind meine Sinne geschärft.
Ich kann den Gestank der Angst riechen.
Ich kämpfe gegen die Erschöpfung.
Was soll ich hier??

Ich suche in ihren Augen nach Gnade,
während ich nach meinem Kalb rufe.
Ein Bolzen geht durch meine Haut,
und mein Kopf wird gespalten.

Ich bin nicht unsichtbar.
Wann werdet Ihr das erkennen?
Ich war kein Objekt.
Ich wollte doch nur frei sein.

(im Original von Tracie Bee)