Wird ein einzelne Mensch durch den Veganismus zu einem besseren Menschen?

 

1. Wird ein einzelne Mensch durch den Veganismus zu einem besseren Menschen?

2. Sind Veganer bessere Menschen als Omnivore und Vegetarier?

Allein durch den Veganismus wird man noch kein erträglicher oder gar ein guter Mensch. Um ein guter Mensch zu werden, bedarf es noch anderer positiver Eigenschaften im Leben. Einige Veganer haben diese positiven Eigenschaften, andere leider nicht. Deshalb kann man auch nicht pauschal behaupten, Veganer seien die besseren Menschen. Aber jeder Veganer ist durch den Veganismus ein besserer Mensch als er ohne den Veganismus wäre.

Durch den Veganismus hat man zumindest in der heutigen Zeit überhaupt erst die Chance, ein erträglicher oder sogar guter Mensch zu werden. Denn die Auswirkungen des Veganismus bzw. der Nicht-Veganismus auf Tiere, Umwelt und die hungernden Mitmenschen in Entwicklungsländern sind mehr als dramatisch. Andererseits stellt sich dann natürlich auch die Frage, ob man mit einer omnivoren oder vegetarischen Ernährung und mit der Fütterung von Fleisch an Haustiere überhaupt ein guter Mensch sein kann. Denn wer WISSENTLICH und VORSÄTZLICH dabei mitmacht,

…..dass durch den Konsum von Fleisch, Milch und Eiern mindestens 51% der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verursacht und somit den Klimawandel auslöst und damit die Existenzgrundlagen nachfolgender Generationen zerstört wird,

…..dass Milliarden von Tierkinder versklavt, ausgebeutet, gequält und ermordet werden,

….dass täglich ca. 6.000 – 43.000 Kinder an Hunger sterben, während ca. 40 % der weltweit gefangenen Fische, ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 – 98 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ der Fleisch-, Eier- und Milchindustrie verfüttert werden, was zum grossen Teil sogar aus den „Hungerländern“ stammt,

kann nicht ernsthaft als ein guter Mensch angesehen werden. Denn was kann ein Mensch Schlimmeres tun, als WISSENTLICH und VORSÄTZLICH dabei mitzumachen, die Umwelt und damit die Erde für die nächsten Generationen zu ruinieren, hungernden Kindern die Nahrung zu nehmen, so dass sie sterben, und Tierkinder zu versklaven, auszubeuten, zu quälen und zu ermorden?

Fazit: Als Veganer ist man noch lange kein guter Mensch, aber der Veganismus ist eine gute Basis, ein erträglicher oder sogar ein guter Mensch zu werden.

„Mitleid mit Tieren und ein guter Charakter
sind derart eng miteinander verknüpft,
dass man mit Gewissheit feststellen kann,
dass niemand, der grausam zu Tieren ist,
ein guter Mensch sein kann.“
Arthur Schopenhauer

„Wer Tiere quält, ist unbeseelt
und Gottes guter Geist ihm fehlt
Mag noch so vornehm drein er schauen,
man sollte niemals im vertrauen.“
Johann Wolfgang von Goethe

„Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen.“
Alexander von Humboldt

„Ich bin für die Rechte der Tiere genauso wie für die Menschenrechte. Denn das erst macht den ganzen Menschen aus.“
Abraham Lincoln

„Für einen guten und edlen Menschen ist nicht nur die Liebe des Nächsten eine heilige Pflicht, sondern auch die Barmherzigkeit gegen die Geschöpfe.“
Isaac Newton


 

Schließt alle Veganz-Läden! Verbrennt alle Vorräte an Sojawürstchen! Legt Atilla Hildmann in Ketten! Wir Veganer haben jahrelang eine Lüge gelebt. Ja, wir können es nun wirklich nicht mehr leugnen. Veganer sind gar nicht die besseren Menschen.

Bei der Ernte von Getreide, Soja etc. geraten ganz sicher einige Feldmäuse in den Mähdrescher. Ja. Feldmäuse sterben, damit ich Brot essen kann. Und Tofu. Ich bin ein Monster.

Wie kann ich mit dem Wissen leben, dass hilflose, unschuldige Lebewesen sterben, damit ich einen kurzen Gaumenkitzel erlebe?

Ich habe mir jetzt eine Schubkarre voll Speck bestellt, sowie einen Tanklaster Kuhmilch. Und alle Kevin Bacon Filme angeschaut. Damit keine Feldmäuse für mich sterben müssen. Weil ich als Nichtveganer ja nie Brot esse oder Gemüse. Das wird ja nicht auf Feldern angebaut. Oder weil Schweine, Rinder und Hühner nicht mit einem Vielfachen an Pflanzen gefüttert werden.

Das ganze Kartenhaus, das der Veganismus ist, bricht damit in sich zusammen. Ich werde es nie vermeiden können, dass irgendwie irgendwo ein Lebewesen aufgrund meiner Taten zu Schaden kommt. Deswegen kann ich es ja gleich ganz lassen.

Ich kaufe jetzt nur noch Fleisch von unglücklichen Tieren, beim Großschlachter von ganz weit weg, wo sie die Tiere stundenlang in glühender Hitze oder eisiger Kälte durch halb Europa karren und mit Regenwaldsoja aus Brasilien füttern. Wo krieg’ ich das nur her? Sind nicht überall nur freundliche Metzger um die Ecke, die ihre Schnitzel alle noch beim Namen kennen? Ah, ich bin beruhigt. 98% allen Fleisches ist aus der Massentierhaltung. Da kann ich ja beherzt zugreifen, denn ist ja eh egal, ob die leiden. Konsequent kann ich ja nicht sein. Ich kann kein besserer Mensch sein.

Dabei ist dies doch der einzige Grund, wieso ich vegan geworden bin! Das milliardenfache Leid der Tiere? Die Umweltverschmutzung und der Klimawandel durch die industrielle Massentierhaltung? Welthunger? Gesundheit? Geschenkt! Ich verzehre nur deshalb keine tierischen Nahrungsmittel mehr, um dies den anderen unter die Nase reiben zu können! Was gibt es für ein geileres Gefühl, in einem Restaurant lediglich einen Salat bestellend zu verkünden: „Also ich töte keine Tiere durch mein Essen. Außerdem werde ich heute hungrig nach Hause gehen. Ha!“  Beschde!

Nein, Quatsch. Ehrlich Leute. Die meisten von uns sind keine „Swaganer“ – Wir wollen keine bessere Menschen sein als alle anderen, weil es cool ist. Wir wollen lediglich bessere Menschen sein, als die, die wir davor waren. Und welchen schöneren Vorsatz gibt es, als jeden Tag ein ein bisschen besserer Mensch sein zu wollen?

Vegan leben rettet nicht die Welt, auch wirst du es leider nicht vermeiden können, dass irgendwo irgendwie ein Tier stirbt durch ein Produkt, dass du konsumierst. Aber es ist der erste, wichtige Schritt in die richtige Richtung, damit wir einen ganzen Haufen an Problemen, die wir als Menscheit gerade haben, einmal lösen können. Da kann doch ein wenig mehr Mitgefühl wirklich nicht verkehrt sein.

Außer vielleicht, es ist doch was dran, dass Pflanzen Gefühle haben…