TV-SENDER DECKT ZUSTÄNDE IM SAFARIPARK STUKENBROCK AUF

 

NonstopNews Bielefeld

http://www.rtl.de/cms/team-wallraff-freizeitparks-da-hoert-der-spass-auf-2434187.html

Parkchef kann Vorwürfe nicht entkräften – Hörer aufgelegt

SCHLOSS HOLTE-STUKENBROCK. Skandal im beschaulichen Schloss Holte-Stukenbrock: Ein Team um den Undercover-Journalisten Günter Wallraff hat im Auftrag des Senders RTL schlimme Zustände in dem bekannten Safaripark aufgedeckt.
In dem Pressetext zur Sendung, die am Montag deutschlandweit ausgestrahlt wurde, heißt es:
„Der Safaripark Stukenbrock in Ostwestfalen – dieser Freizeitpark bietet nicht nur Fahrgeschäfte, er wirbt damit, dass hier sechshundert Tiere fast wie in freier Wildbahn leben. Als Studentin Steffi bekommt Caro Lobig schnell einen Job als Aushilfe. Schüler und Studenten bekamen hier 2014 einen Stundenlohn von 4 Euro, die Festangestellten verdienten 1100 Euro brutto. Bei einer Sechs-Tage-Woche entsprach das nur 5,70 Euro brutto in der Stunde. Viele der Mitarbeiter, ein Großteil davon osteuropäische Saisonkräfte, wohnen in einem heruntergekommenen Camp im Park. Die alten Wohnwagen und Containern bieten teilweise nur sechs Quadratmeter Platz – und das für 70 Euro pro Monat im Jahr 2014. Neben schlechten Arbeits- und Wohnverhältnissen deckt „Team Wallraff“ auch eine wenig artgerechte Haltung der Tiere auf. Herdentiere z.B. stehen im Dunkeln hinter Gittern oder leben einsam in einer viel zu kleinen Box. Auf einer Safari durch das Gelände erleben Günter Wallraff und die Tierexpertin Laura Zodrow vom Tierschutzverein animal public, wie Pfleger in den vielbeworbenen Freilauf der Tiere systematisch mit der Peitsche eingreifen. Am 3. Tag ihres Einsatzes fliegt Caro Lobig auf. Eine Saison später, im April 2015, überprüft „Team Wallraff“ noch einmal die Arbeitsbedingungen und die Haltung der Tiere. Es hat sich kaum etwas verändert. In diesem Jahr wird angeblich Mindestlohn bezahlt. Mitarbeiter berichten jedoch von häufiger Mehrarbeit, für die Unterkunft im Camp werden nun 150 Euro berechnet.“ (Quelle: RTL)
Schockiert haben Millionen TV-Zuschauer sehen müssen, wie ein Mitarbeiter des Parks die Journalistin nach ihrer „Enttarnung“ daran hindern wollte, einen Raum zu verlassen. Erst die Polizei konnte unsere Kollegin in Sicherheit bringen.
NonstopNews Bielefeld hat noch am Abend der Ausstrahlung den Park um eine Stellungnahme zu diesen Vorwürfen, die zum großen Teil durch Filmaufnahmen belegt wurden, gebeten. Außerdem haben wir den Inhaber, Herrn Wurms, am Dienstag telefonisch angeboten, die Vorwürfe vor der Kamera zu entkräften, wenn sie falsch sein sollten.
Es kam, wie es zu erwarten war: Der Inhaber hat „leider keine Zeit“, vor unserer Kamera die Vorwürfe zu entkräften. Bei unserer Nachfrage legte die für Pressearbeit zuständige Mitarbeiterin den Hörer auf.